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Hier entsteht - BAUSTEIN für BAUSTEIN - ein zukunftsweisendes Konzept einer Wirtschaft und Gesellschaft, das die Vielfalt von kooperativen Chancen darstellt. Wir laden Sie ein, aktiv mitzuwirken, durch Fragen oder Anregungen ...

WirKraft ist auf keine Rechtsform festgelegt. Von Interesse ist ein modernes WirKraft-Konzept besonders für Genossenschaften, Unternehmen, Vereine, Gemeinden, Stiftungen, Parteien, Kirchen/Religionsgemeinschaften ...
Bei der Entfaltung der WirKraft geht es um intelligente Kooperationen (SmartCoop).Unsere Wir-Kraft-Experten kommen aus unterschiedlichen Berater-Berufen, Hochschulen und Verbänden. Im Bereich Genossenschaften kooperiert der Bundeverband MMW mit dem DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband und dem CoopGo Bund Freier Genossenschaften
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Coop - auf den Punkt gebracht - die geniale Erfindung des VORTEILS.
Neu: Genossenschaft-Online - Die Gründer-Initiative und GenoFAQ, das Geno-Wissen.

Koordination: Gerd K. Schaumann

21.09.12

Wenn MENSCHEN in KOOPERATION neue Wege wagen


Von der Crowdfundig-Genossenschaft bis zu Bürgerstiftungen – Vieles bewegt sich besonders in Sachen Neue Energien.

 

Immer mehr Menschen sind bereit in Sachen Neuer Energien aktiv und engagiert mitzuwirken und das nicht nur durch Tun, sondern immer mehr auch durch den Einsatz eigener Finanzmittel. Besonders ausgeprägt ist das, wenn es um Projekte vor Ort geht oder die Menschen direkten Einblick in und Einfluss auf solche Projekte haben. Um solchen Bürger-Elan weiter zu beflügeln, brachte das VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft (MMW) Initiatoren und Interessenten solcher Projekte zum Erfahrungsaustausch zusammen. Dabei ging es vor allem für die zahlreichen Interessenten darum, Anregungen für eigene Initiativen in ihren Herkunftsregionen zu bekommen.

 

Die Konferenz „Bürger machen Ernst – Die Energiewende in eigene Hände legen“ in Halle, organisiert vom MMW VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft e.V., sollte einerseits Informationsaustausch für Gruppen sein und andererseits Anregungen zum Nachmachen oder Mitmachen in Sachen Energieprojekten geben.

 

Der Zuspruch ist ebenso überzeugend, wie Vielzahl und Vielfalt der Aktivitäten, stellte für den Vorstand von MMW Gerd K. Schaumann zu Beginn der Konferenz fest. Es geht uns bei MMW darum, den Nachweis zu erbringen, dass Menschen ein enormes Potenzial an Engagement, Phantasie und Engagement aufzubringen bereit sind, wenn es um wirklich bedeutende Fragen geht und (erfreulicherweise) der Staat dazu entsprechende Voraussetzungen schafft, wie z.B. durch eine kalkulierbare Förderpolitik.

 

Aus der Vielzahl der vorgestellten Projekte kann nachfolgend lediglich ein Ausschnitt wiedergegeben werden. Dabei wurden insbesondere Projekte ausgewählt, die in ihrer Form bisher (noch) weniger bekannt sind, aber in Zukunft wohl so etwas wie einen festen Marktplatz haben werden.

 

Beginnen wir mit der ersten „Crowdfunding-Plattform“ für Erneuerbare Energieprojekte. Dort können Bürger Erneuerbare Energieanlagen gemeinschaftlich finanzieren und in Form von Genossenschaften realisieren. Für die Initiatoren der crowdEnerg.gy (CE) erläuterte Dr. Peer Piske das Konzept. CE ist eine Internetplattform, die Initiatoren für Solarprojekte, Dachinhaber, Privatinvestoren, sowie Eigentümer von Bestandsanlagen vernetzt, die Bürgersolaranlagen entwickeln, bauen oder kaufen und gemeinsam finanzieren und betreiben. Der produzierte Strom kann verbraucht oder verkauft werden.

Durch das Prinzip des Crowdfundings, auch Schwarmfinanzierung genannt, so Dr. Piske, profitieren Bürger mit Beiträgen ab 500 EUR an einer gemeinsam erzielten Rendite. Auch bestehende Anlagen können über crowdEner.gy gemeinschaftlich in Energiegenossenschaften erworben werden. Die erste Energiegenossenschaft hat crowdEner.gy bereits gegründet und beteiligt sich derzeit am Solarkraftwerk „Ahrenshagen“ in Mecklenburg-Vorpommern mit 93 Kilowatt Peak (kWp) Leistung. (Für weitere Informationen siehe www.crowdEner.gy)

 

Eine Kombination von gemeinnütziger Stiftung und Energiegenossenschaft bündelt Interessen und Ressourcen in einer Gemeinde oder Region. Dazu wurde von der GenoTrust eG in Verbindung mit Experten des MMW VerbändeNetzwerkes das Konzept StiftenPlus entwickelt. Aus Sicht des Vorstandes der GenoTrust eG, Frank-Peter Evertz, hat dieses Konzept den besonderen Charme, das bürgerschaftliche Engagement in einer Kommune nachhaltig zu steigern und mittels des Elementes Spenden dessen staatliche Vorteile zu integrieren (Spendenabzug). Dies entspricht im Übrigen gänzlich den Intentionen der Bundesregierung, die dafür eigens unlängst die Abzugsfähigkeitsgrenzen für Spenden erhöht hat. Nicht jede Person hat jedoch die Möglichkeit, Spenden überhaupt oder weitere Spenden steuersparend zu nutzen. Oftmals fehlen dazu auch die Voraussetzungen, wenn z.B. bereits in andere Bereiche gespendet wurde oder wenn keine Steuervorteile nutzbar sind, wie z.B. bei Arbeitslosigkeit oder Rente. Auch dieser Personenkreis kann sich im Konzept StiftenPlus, durch die Kombination Stiftung und Energiegenossenschaft aktiv einbringen und das auch „honoriert“ bekommen. Evertz wies in diesem Zusammenhang auf einen wichtigen Aspekt hin, der immer wieder von Spendern genannt wird und der sich manchmal geradezu als „Spenden-Blockade“ erweist: so etwas wie ein faktischer „Vermögensverlust“. Oft hören wir Menschen sagen: Spenden finden wir gut, wir sehen auch den Steuervorteil, aber wir sehen auch zugleich unseren „Vermögensverlust“, wenn wir spenden. Würden wir nicht spenden, müssten wir zwar Steuern zahlen, aber die machen keine 100% aus.

 

Aus der Sicht von MMW ergänzte Gerd K. Schaumann: Wir wissen zwar, dass solche Äußerungen dem Gedanken von „Spenden“ widersprechen, aber gleichwohl ist festzustellen, sie sind ein echtes Spenden-Hindernis. Die Herausforderung war nun, ob und wie es gelingen kann, diese leidige, aber vorhandene „Verlust-Diskussion“ entscheidend abzumildern, um dadurch den Spendenanreiz erheblich zu erhöhen.

 

Frank-Peter Evertz fasste das Konzept StiftenPlus zusammen als „komplettes Win-Win-Konzept“. Gewinner sind die Menschen in der Region und zugleich die Gemeinde selbst, die – trotz strapazierter Finanzen – nun viele wichtige Projekte gemeinnütziger Arbeit realisieren kann.

 

Übereinstimmend plädierten die Teilnehmer der Konferenz dafür, möglichst noch in diesem Jahr eine weitere Konferenz dieser Art durchzuführen, denn nichts sei überzeugender als „das Beispiel“. Oder wie dies ein Teilnehmer so treffend ausdrückte: Wenn ich zurückfahre in meine Gemeinde, weiß ich genau, was zu tun ist: „Ich werde einen Förderverein mit Namen „Lebendige Gemeinde“ gründen und eine eigene Konferenz planen, zu der ich einen großen Teil der hier anwesenden Projektinitiatoren einladen werde“.

 
Konkurrenz zu MMW? Absolut nein, denn was kann es besseres geben, wenn Menschen erkennen, dass sie in Sachen Wirtschaft oder Zukunft selbst etwas „machen“ können. Wir freuen uns über jeden „Nachahmer“ und jede Initiative, weil wir wissen, dass sich das lohnt, wenn Menschen Wirtschaft machen – so Lothar Kühne vom MMW-Vorstand

20.07.12

Barrierefreie Genossenschaftsgründungen - JETZT!


Umfrageergebnisse von MMW zeigen eindeutig auf, dass die von der SPD kritisierten „vergleichsweise hohen Rechtsformkosten“ durchaus bestehen. Ursächlich sind meist hohe Kosten für Gründungsprüfungen oder begleitende Beratungsvereinbarungen, deren Stellenwert von zahlreichen Befragten – zumindest nur teilweise – nachvollzogen werden kann.


Aber was wäre eine Lösung die schnell Abhilfe schafft?


Im VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft e.V. (MMW) wird die Gesetzesinitiative der SPD zur Erleichterung von Genossenschaftsgründungen grundsätzlich begrüßt (Gesetzesantrag 17/9976).


Die Frage ist nur – so Vorstand Gerd K. Schaumann – ob es einer solchen Gesetzesinitiative überhaupt bedürfe. Denn indirekt stellt die SPD die Verbände an den „Pranger“, die eigentlich zuständig wären, Genossenschaftsgründungen zu befördern.


MMW sieht – wenn überhaupt – dass eine Gesetzesinitiative zugunsten einer „Kooperativgesellschaft haftungsbeschränkt) nicht mehr im Jahr 2012 erfolgen würde.


Besonders pikant, dass die UNO das laufende Jahr zum „Jahr der Genossenschaften“ ausgerufen hat. Man wirbt landauf-landab mit dem Motto: „Genossenschaften – Ein Gewinn für Alle“, besonders engagiert bei den traditionellen und großen Genossenschaftsverbänden. Eine solche Werbung, so MMW, mag zwar ganz schön für viele gute Veranstaltungen und zur Imageförderung von Genossenschaften sein, hilft aber keinen Gründern über die finanziellen „Eintritts-Barrieren“ hinweg.


Seit Anfang des Jahres haben deshalb die im Deutschen GenoKoopBund, dem Dachverband in dem  FREIE und UNABHÄNGIGE Genossenschaftverbände und Prüfungsverbände kooperativ zusammengeschlossene sind, eine echte GENO-GRÜNDUNGS-ALTERNATVE für das Jahr 2012 angeboten. Einer der wichtigen Kerne dieser Botschaft an das UNO-Jahr 2012 ist die Initiative „Barrierefreie Genossenschaftsgründung“.


Das MMW-VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft koordiniert diese Aktivitäten. Das heißt bei MMW konkret folgendes: Abschluss von Rahmenvereinbarungen mit angeschlossenen Prüfungsverbänden, u.a. um „Rechtsformnachteile“ zu vermeiden. Dabei spielen die Kosten eine entscheidende Rolle.


Der Vorstand von MMW: Wir haben uns mit reformbereiten Prüfungsverbänden gemeinsam hingesetzt um – unter Abwägung aller gesetzlichen Erfordernisse – einen Gründungsstart hinzubekommen, der wirklich barrierefrei ist, und trotzdem erfolgversprechend. Dabei ist schnell klargeworden, dass weder ein umfangreiches Gründungsgutachten, noch eine teuere Startberatung, besondere Wirkung für den Unternehmenserfolg entfalten.  Zugleich wurden gezielt Unternehmensberater und Beratungsgruppen an Universitäten und Fachhochschulen angesprochen, die den Gründungprozess, kostengünstig und effektiv – auf Wunsch der Gründer - begleiten können.


Das Ergebnis: Alle Gründer sind bisher hoch zufrieden, und es spricht sich erfreulich schnell herum, dass so etwas geht, und offensichtlich sogar  ganz ohne Qualitätsverlust.


MMW bittet alle Gründer, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, sich – ganz marktkonform – diverse Angebote von Verbänden einzuholen. Es ist inzwischen in Deutschland möglich geworden, dass es auch einen – durchaus gesunden – Wettbewerb zwischen den Genossenschafts- und Prüfungsverbänden gibt.


MMW hat auch eine Marktrecherche gemacht, um notwendige Transparenz am „Gründer-Markt“ zu haben. Wie bei vielen Vergleichen nicht unüblich, besetzen die Marktführer nicht die Spitzenplätze. Den Vorwurf der Großen, dass „Gefälligkeitsgutachten“ gegeben würden, lässt MMW nicht gelten. Hohe Preise mit guter Qualität gleichzusetzen und niedrigere Preise mit Qualitätsminderungen zu assoziieren, wäre eine kühne These und ist bisher noch nirgends belegt worden, so der MMW Vorstand.


Wir wollen, so MMW,  im UNO-Jahr,  das richtige Motte „Ein Gewinn für ALLE – Genossenschaften“ ernst nehmen und es nicht – wie bereits von zahlreichen enttäuschten Gründern bereits ironisch angemerkt wurde – zu einem Motto verzerren lassen, das da vielleicht lautet: „Ein Gewinn für alle Genossenschaftsverbände“.


MMW fordert deshalb – parteiübergreifend – dass sich Parlamentarier mit den Genossenschaftsverbänden an einen Tisch setzen, um – noch im UNO-Jahr 2012 – zu einem „Solidarpakt zur Förderung barrierefreier Genossenschaftsgründungen“ zu kommen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht - so der Vorstand von MMW  - und haben mit mehreren Prüfungsverbänden „vergleichsweise  n i e d r i g e  Rechtsformkosten“ hinbekommen.   

19.06.12

Ist eine GENOSSENSCHAFT besser als Aktien, Fonds und Genussrechte?

(Quelle: www.energie-experten.org  v. 19.06.2012)

2012 wurde von der UNO zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Dies war Anlass, diese Unternehmensform mit anderen Engagementmöglichkeiten im Bereich Erneuerbarer Energien zu vergleichen. In der Begründung zum Jahr der Genossenschaften spricht man von Wirtschaftlichkeit verbunden mit sozlaler Verantwortung.
Daher die Frage: Ist eine Genossenschaft besser als Aktien, Fonds und Genussrechte?

Erneuerbare Energie Aktien
Durch die Beteiligung an einem börsennotierten Unternehmen mit Schwerpunkt auf Produkte oder Projekte im erneuerbaren Energie-Umfeld partizipiert man einerseits an den Dividendenausschüttungen eines stetig steigenden Marktes und andererseits an möglichen Kurssteigerungen. Wie viele Solarunternehmen aber in der jüngsten Vergangenheit zeigten, kennt der Aktienkurs auch eine andere Richtung - nämlich auch nach unten. Im schlimmsten Fall ist das komplette Investment in Gefahr. Stopp-Loss-Kurse helfen das Risiko zu begrenzen, schalten es jedoch nicht aus.
Aktien können jederzeit verkauft werden. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. Als Aktionär hat man ein Stimmrecht entsprechend der Anzahl seiner Aktien. Steuerlich betrachtet werden Dividenden mit der 25%igen Quellensteuer belegt. Kursgewinne aus Aktien sind nach einem Jahr steuerfrei. Da Aktien Unternehmensbeteiligungen sind, zählt man sie zu den Sachwerten. Sachwerte sind Geldwerten vorzuziehen, da sie mittel- und langfristig immer mit der Inflation (Geldentwertung) mitgehen.

Erneuerbare Energie Fonds
Fonds in diesem Bereich werden oft als geschlossene Fonds aufgelegt. Ebenso wie bei Aktien prüft ein Wirtschaftsprüfer die Zahlen eines Jahres. Eine Nachschusspflicht kann bestehen! Hier ist das Kleingedruckt maßgeblich. Die Ausschüttungen des Fonds sind zu versteuern. Mitbestimmen kann man bei Fonds nicht. Zudem ist die Handelbarkeit der Fondsanteile gerade bei geschlossenen Fonds beschränkt. Derartige Fonds zahlen oft zu den Sachwertanlagen, d.h. sie passen sich der Geldentwertung an.

Erneuerbare Energie Genussrechte
Einige Gesellschaften bieten Genussrechte und versprechen attraktive Zinsen. Vor Ablauf der     Mlndestlaufzelt gibt es kein Geld zurück. Was aber viele Anleger nicht wissen, dass es sich hlerbei nicht um einen Sachwert, sondern urn einen Geldwert handelt. D.h. man weiß zu Beginn, wie viel Geld man am Ende der Laufzeit haben wird. Was man nicht weiß ist, wie wertvoll der Geldbetrag dann noch ist (also keine Inflationssicherheit.
Nachteilig 1st, dass man als Genussrechtinhaber nachrangiger GIäubiger ist. Man erhält erst dann einen Tell seines Geldes zurück, wenn alle anderen GIäubiger bedient sind. In der Realität bekamen Anleger oft nichts zurück, nachdem eine Gesellschaft in Schieflage geriet. Zudem hat man keinen Einfluss auf die Geschäfte, da man über kein Stimmrecht verfügt.

Erneuerbare Energie Genossenschaften
Nicht nur Bürgerenergiegenossenschaften sondern auchi andere, nach ökonomischen Gesichtspunkten agierende Genossenschaften drängen In letzter Zeit verstärkt auf den Markt. Bemerkenswert ist, dass der Insolvenzquotenanteil von Genossenschaften an den Firmeninsolvenzen sowohl in Deutschland als auch in Österreich bei 0,1 % liegt D.h. Genossenschaften sind als sichere Investments einzustufen. Als Unternehmensbeteiligung zählen sie zu den Sachwerten.
Jedes Genossenschaftsmitglied verfügt über eine Stimme, kann Satzungsänderungen mittragen, an die die Geschäftsführung sich halten muss. Ebenso wie Aktien und Fonds schauen sich Wirtschaftsprüfer die Zahlen eines Jahres an. Allerdings geht die Prüfung noch weiter. Es wird nämlich zusätzlich die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung geprüft. Das schafft bei den hier vorgestellten Beteiligungsmöglichkeiten die höchste Sicherheit und größte Transparenz für den Geldanleger.
Genossenschaftsanteile können jederzeit verschenkt, vererbt und verkauft werden. Im Gegensatz zu Aktien kann man seine Anteile sogar - oft nach einer gewissen Haltezeit - an die Gesellschaft direkt zurückgeben. Das geht bei Aktien nicht. Die Dividende einer Genossenschaft heißt Ertrag. Dieser wird oft versteuert ausgezahlt (d.h. er ist mit Quellensteuer belegt  - Quellensteuer bedeutet übrigens, dass die Steuer an der Quelle abgeführt wird.)

Fazit
Wer auf Sicherheit, Verfügbarkeit und Transparenz  Wert legt, ist mit einer Genossenschaft gut beraten. Die Rendite (Erträge) hängen von der betreffenden Gesellschaft, ihren Tätigkeitsschwerpunkten und vom Management ab. Wie überall gibt es auch hier Gute und Bessere.
 

13.06.12

Smart-Energy-Coop (SEC)

Die intelligente Form ("Smart"), um kooperativ neue Energie-Impulse zu setzen, heißt bei MMW


Smart-Energy-Coop (SEC)


SEC  ist eine Initiative des VerbändeNetzwerkes Menschen machen Wirtschaft e.V. um den Förderzweck für EnergieGenossenschaften nachhaltig zu stärken.
Sie ist zugleich Teil der Aktionen von MMW zum

UNO-Jahr der Genossenschaften 


Ein wichtiges Anliegen wird dadurch zugleich in den Mittelpunkt der MMW-Arbeit gerückt:


Kooperation ist kein Selbstzweck, sondern entspricht der Natur!


Deshalb versteht es sich beinahe von selbst, dass SEC zugleich
  • nachhaltig
  • effektiv und
  • innovativ 
wirkt ... und etwas Werthaltiges bewirken will ...

TOP in COOP

Hier ein weiterer Text-Vorschlag im Rahmen unserer Aktion

"Macht Sinn für kluge Köpfe"

ein Beitrag von MMW im Rahmen des UNO-Jahres der Genossenschaften.

"Top in Coop" 

bringt die Vorteile durch Kooperation sozusagen auf den Punkt.



Macht Sinn
für kluge Köpfe!

TOP – in - COOP




10.06.12

Wir lieben Gute ENERGIEN

Wir freuen uns über das große Interesse unserer Kooperationspartner, Genossenschaftsmitglieder und Interessenten unserer Arbeit an der Aktion


"Mach mit - sag's weiter".


 Zur Erinnerung: Das VerbändeNetzwerk Menschen machen Wirtschaft war auf der Suche nach "Mutmachern", die griffig sind, um die Themen GENOSSENSCHAFTEN und KOOPERATIONEN in der Bevölkerung präsent zu machen. So wollen wir das UNO-Jahr der Genossenschaften 2012 auch symbolisch unterstützen...


Wir waren verblüfft, wie inspierend die Kurz-Texte waren.


Gern veröffentlichen wir daraus Beispiele.


Wer sie nutzen mag, kann das selbstverständlich tun. Wir haben nur eine Bitte: Der Satz:


"Macht Sinn für kluge Köpfe"


sollte nicht verändert werden, auch die Farben (blau und grün) nicht, damit der Wiedererkennungswert bestehen bleibt.


Wer möchte, kann das Grundsymbol auch bei uns bestellen - natürlich kostenfrei - zum einkopieren.


Hier ein Bespiel für "Energie-Genossenschaften" ....




Macht Sinn
für kluge Köpfe!

Wir lieben
Gute Energien



10.09.11

Ich lebe vom Verkauf von Fonds und Versicherungen - aber solche Produkte wollen immer weniger Kunden ...

Frage:

Ich bin Makler und verdiene mein Geld mit dem Verkauf von Fonds-Beteiligungen, Lebensversicherungen und Ähnlichem. Vor einigen Jahren war das kein Problem. Selbst beste Kunden verweigern sich förmlich, in solche Produkte ihr Geld zu investieren. Sie meinen, sie hätten genug schlechte Erfahrungen selbst damit gemacht oder von schlechten Erfahrungen gehört. Sie wollen ihr Geld nur noch so anlegen, dass sie die Verwendung nachvollziehen können und Einfluss darauf haben. Außerdem legen sie Wert darauf, dass mit ihrem Geld ein ethisch wertvoller Zweck verfolgt wird. Was könnte ich stattdessen meinen Kunden anbieten um den Wünschen meiner Kunden gerecht werden zu können?

Antwort:

Sie stehen mit dieser Erfahrung ganz gewiss nicht allein. Sie schildern etwas, was man für so etwas wie einen
  • "Paradigmenwechsel im Finanzdienstleistungs-Sektor"
halten könnte.

Es mag für die Branche recht schmerzhaft sein, denn viel zu lange hat sie sich nur mit sich selbst beschäftigt, die Kundeninteressen waren eher schmückendes Beiwerk...

Auch die vielen Makler und anderen Finanzdienstleister haben nicht gerade daran gewirkt, Einfluss auf die Produktgestaltung zu nehmen, man hat dies den "Größen" überlassen - und die waren weit weg vom Kunden, viel zu träge und unfelxibel, um auf die Veränderungen bei den Kunden-Motiven zu reagieren.

Was wir jetzt sagen, wird Sie vielleicht überraschen, möglicherweise auch zunächst irritieren.
  • Könnten Sie sich vorstellen, das was Sie als "Krise" empfinden, als Chance zu sehen?
Wieso? Weil Ihre Chance darin liegt, für das zu arbeiten, was wahrscheinlich von Ihnen schon immer beabsichtigt war:
  • Paßgenau auf die Vorstellungen Ihrer Kunden eingehen zu können!
Das klingt visionär? Nein, überhaupt nicht, denn der Wandel in den Motiven Ihrer Kunden lässt sich besser "bedienen", als Sie denken... Wir gehen darauf gleich ein.

Gehen Sie mit darin, dass die Kundenwünsche in den letzten Jahren auch zugleich differenzierter geworden sind, "d a s" Produkt gibt es nicht mehr, zu dem die meisten Kunden "passt für mich" sagen würden.

Wenn dem so ist, haben Sie drei Wege, damit umzugehen. Sie lesen richtig:
  • Sie haben jetzt mehr Wahlmöglichkeiten, als Sie denken!

Möglichkeit A - Die traditionelle Möglichkeit
  • Sie suchen bei einem Großanbieter (Versicherung, Fonds, etc.) ein gut klingendes Produkt. Sie wissen aber, dass Ihr Kunde dies eigentlich so nicht will, weil z.B. sein Interesse nach Transparenz nicht erfüllt ist. Auch könnte ihm nicht ganz wohl dabei sein, womit dort die Rendite verdient wird (Ausland, nicht umweltkonform, etc.). Auf entsprechende Fragen des Kunden, könnten sie versucht sein, etwas "schön zu malen", von dem sie selbst nicht überzeugt sind. Sie ahnen deshalb, dass sie vielleicht bei diesem Kunden heute den letzten Gesprächstermin oder Abschluss bekommen bzw. zustandegebracht haben ...

Möglichkeit B - Die zeitgemäßere Methode
  •  Sie lernen die differenzierten Beweggründe Ihrer Kunden genau kennen und orientieren sich in einem viel breiteren Markt, als gemeinhin Finanzdienstleister zu denken bereit sind....
  • Ein Beispiel: Inzwischen hat sich so etwas wie ein kundennaher Markt gebildet. Da entstehen vielleicht Energieproduktionen in der Region. Windkraft, Biogas, Solar Holzhäcksel, BHKW oder andere alternative Energieformen erwirtschaften recht gut Renditen. Der Kunde wird neugierig, er ist erfreut, wenn Sie ihm vielleicht einige solcher Projekte genauer erklären können. Spüren Sie den Unterschied zu Methode A?:
  • Der Weg des Kunden geht hier in Richtung konkreter Informationen. Das schafft z.B. ein wesentlich besseres Gefühl in puncto Sicherheit. Auch kann er inzwischen wählen, wofür seine Interessen eher sprechen.
  • Bei dieser neuen Form haben Sie selbst auch bereits ein ganz anderes (ein besseres) Gefühl. ..... Aber noch immer scheint etwas den Kunden zu blockieren ... Bei dem einen heißt diese "Blockade" vielleicht Transparenz, bei dem anderen vielleicht Kontrolle, Sicherheit .... oder sogar Mitwirkung ...
  • Und jetzt werden Sie sogar vom Kunden inspiriert und Sie denken vielleicht:
    • Wäre es nicht noch besser, wenn ich ihm auch noch diesbezüglich etwas bieten könnte - aber das wäre einfach zu schön, um wahr zu sein ....
Schauen wir, ob das nicht auch noch möglich werden kann ....
    Möglichkeit C - Die Anlage (wirklich nur)aus der Sicht des Kunden
    • Ihr Kunde sagt z.B.:
      • Ich möchte mich jederzeit über den Verlauf meiner Finanzanlage selbst informieren können, z.B. bei den Jahresversammlungen dabei sein, sogar Anträge stellen können ...
      • Ich möchte nur in solche Anlagen investieren, in denen gute Rendite und gute Gefühle (Umweltschutz, etc.) zugleich bestehen - und das auch kontrollieren können ...
      • Ich möchte, dass eine unabhängige, professionelle Stelle Jahr für Jahr die Entwicklung der Einrichtung prüft, die mein Geld nutzt und darüber den Anlegern berichtet wird.
    • Ich möchte aktiv mitgestalten können, dort wo mein Geld "arbeitet" ...

    • Kurzum: Ich möchte bestmögliche Sicherheit, Vertrauen, Kontrolle, viel Wert für die Umwelt und zugleich noch eine gute Rendite ...
    Sie werden denken, das geht nie. Wenn das so weitergeht, verkaufe ich bald nichts mehr ....

    Zugleich denken Sie jedoch vielleicht auch:
    • Aber irgendwie hat mein Kunde - aus seiner Sicht - Recht!
    Die Möglichkeit C - die, die Sie zunächst in so etwas wie Existenzangst zu versetzen scheint - wird in Zukunft die Finanzdienstleister-Branche mehr tangieren, als geahnt ....

    Wer sich ein wenig mit der sog. Graumarktregelung befasst hat, weiß, dass es dort längst nicht mehr nur um Qualifikation und Eignungsprüfung, Versicherung und Registrierung geht. Es geht auch nicht nur um Haftung, es geht darum, dass Sie
    • Ihr gesamtes Beratungsergebnis rechtfertigen und umfangreich protokollieren müssen.
    Und genau dieses Ergebnis, wird dann Jahr für Jahr genau geprüft, testiert und bewertet.... Das kostet aber nicht nur viel Geld und Zeit ...

    Denn wer diese Prüfung nicht besteht, bekommt echte Probleme ...
    • Was aber nun könnte eine gute Lösung sein - im Rahmen der Möglichkeit C?
    Es ist ein Produkt, mit dem kaum eine ernstzunehmende Person aus dem Finanzdienstleister-Sektor je  gerechnet hat:
    • Die GENOSSENSCHAFT
    Nicht nur im ENERGIE-BEREICH, auch in anderen interessanten Bereichen, wie z.B. Edelmetalle, Wert-Renten, etc. boomt es geradezu in Richtung GENOSSENSCHAFTEN.
    Immer mehr "Produkt-Gestalter", die fürher auf die Entwicklung von Fonds gesetzt haben, schwenken um in Richtung Genossenschaften...

    Der Kunde scheint Anlagen in Genossenschaften geradezu zu "lieben", denn sie erfüllen alles, was sein (neues) "Herz" begehrt, besonders das, was vorstehend in Möglichkeit C. genannt wurde...

    Besonderer Hinweis:

    • Um auf diese rasante Entwicklung bestmöglich zu reagieren, haben wir in unserem VerbändeNetzwerk Menschen machen Wirtschaft e.V. - in Verbindung mit den dort organisierten Wirtschafts-, Genossenschafts- und Genossenschaftlichen Prüfungsverbänden  - eine spezielle Arbeitsgruppe "FINANZDIENSTLEISTUNG und GENOSSENSCHAFT" eingerichtet.
    • Dort beraten Insider aus beiden Bereichen gemeinsam, und entwickeln professionelle attraktive Konzepte.
    • Dort wurde inzwischen auch eine kostengünstige Zusatzqualifikation zum "Geprüften GENO-Fachberater" entwickelt und angeboten. (Damit bereiten wir Sie auch zugleich auf die Prüfung bei der IHK nach § 34 f GewO vor)
    Und besonders wichtig:
    • Genossenschaftliche Prüfungsverbände sind - neben Wirtschaftsprüfern - zuständig für die jährliche Tätigkeitsüberprüfung.
    Bedenkt man, dass die Preise der Prüfungsverbände meist nicht unerheblich unter denen der Wirtschaftsprüfer liegen, wäre ein rechtzeitiger Kontakt durchaus von Vorteil, auch für die Verbände der FinanzdienstLeister ...

    Sie erreichen uns über mail unter info@menschen-machen-wirtschaft.de

      10.08.11

      Macht es SINN sich an einer ENERGIE-GENOSSENSCHAFT zu beteiligen?

      Frage:
      Ich höre viel über Energie-Genossenschaften und trage mich mit dem Gedanken, mich mit einem oder mehreren Anteilen an einer solchen zu beteiligen. Vor allem möchte ich damit auch einen Beitrag zum Energie-Umbau und Umweltschutz leisten und noch ein bisschen meine Rente aufbauen. Was spricht dagegen - Was spricht dafür?
      Antwort:
      Grundsätzlich würden wir sagen: "Wir vermögen eigentlich nur Vorteile zu erkennen".
      Lass uns das kurz begründen:
      • Solche Energie-Genossenschaften sind nicht nur regional, sondern auch überregional tätig, manche haben einen landesbezogenen Schwerpunkt, andere bevorzugen eine bestimmte Technologie. Du kannst also inzwischen aus zahlreichen Angeboten, das für dein Interesse passende Angebot gut auswählen.
      • Es gibt Energie-Genossenschaften, die organisieren dir günstigen Energieeinkauf, andere sind eher als Energie-Erzeuger tätig, wieder andere unterstützen z.B. Gemeinden bei dem Bemühen, ihre Ausgaben für Energieerzeugung nicht unerheblich zu senken, Einsparungen von bis zu 40 % werden signalisiert. Du siehst, auch hier entwickelt sich eine Vielfalt von Ausrichtungen.
      • Im Gegensatz zu einem FONDS, der vielleicht in der Rechtsform einer AG & Co KG betrieben wird, in dem man Teilhaber als Kommanditist werden kann und der meist größere Einlagen erwartet (i.d.R. ab 50.000 EUR aufwärts), ist eine Mitgliedschaft in einer Genossenschaft schon bei wesentlich geringeren Summen möglich, was wahrscheinlich eher dem Interesse und den Möglichkeiten der Mehrheit der Bevölkerung entspricht. Und weil du - entsprechend deinen Möglichkeiten oder Erfordernissen - jederzeit deine Anteile erhöhen (auch recht zeitnah reduzieren) kannst, bist du sehr flexibel. Natürlich könntest du auch solche Höhen von Geldern einlegen, wie sie einem Fonds entsprechen - du hast die Wahl!
      • Bei einer Genossenschaft hast du die Möglichkeit mitzuwirken, wo und wie genau die Mittel eingesetzt werden; das kannst du direkt über deine Teilnahme an der jährlich stattfindenden Generalversammlung aller Mitglieder oder über einen durch die Generalversammlung gewählten Aufsichtsrat.
      • Die Genossenschaft als Rechtsform, gehört in Deutschaland zu den bei weitem sichersten Unternehmensformen. Mit einer gerade unwahrscheinlich klingenden Insolvenzquote von nur 0,1 % (!) ist sie fast als "insolvenzsicher" zu bezeichnen, was die Frage: "Wie sicher ist mein Geld"? - bereits beantworten könnte
      • Recht unterschiedlich sind die "Renditen", die in einer Genossenschaft auf vielfältige Weise zustande kommen können, und nicht nur auf die Gewinnausschüttung begrenzt sind, denn Genossenschaften können auch Rückvergütungen an ihre Mitglieder auszahlen . Hier stellen wir erhebliche Unterschiede fest, was auch mit der Größe der Genossenschaft oder den konkreten Unternehmenszielen zusammenhängen kann. Das musst dir im Einzelfall näher erklären lassen, oft geben die Homepages auch dazu Auskünfte.
      • Die Marktprognose für Energie-Genossenschaft ist äußerst günstig, denn der Bedarf an Erneuerbaren Energien steigt ständig. Der Bedarf ist jedoch nicht nur der einzige Grund, denn das positive Image der Genossenschaften an sich, hat geradezu "boomartig" zugenommen. Einen Vergleich mit Anlagen in Banken, Fonds, Versicherungen, etc, müssen Genossenschaft längst nicht mehr scheuen, eher schein sich so etwas wie ein Gegenteil anzubahnen...
      • Eine vorteilhafte Besonderheit einer Genossenschaft wollen wir nicht unerwähnt lassen, das der Transparenz. Denn jede Genossenschaft in Deutschland muss - gesetzlich bestimmt - einem Prüfungsverband angehören, der jährlich unabhängig die Geschäftsentwicklung verfolgt, auswertet und darüber - natürlich besonders den Mitgliedern - berichtet. Dieser Prüfungsverband hat auch das Recht, z.B. an allen Generalversammlungen der Genossenschaft teilzunehmen und erstellt einen Prüfungsbericht; die Mitglieder werden also kompetent, offen und unabhängig informiert.
      • Wir haben uns auf einige wenige Punkte begrenzt, die dir aber bereits gut zeigen, warum wir dich vorbehaltlos zu einem Engagement in einer Energiegenossenschaft ermuntern können.
      Hast du noch Fragen, dann wende dich einfach mit einer mail direkt an uns: inf@genossenschaftswelt.de oder info@menschen-machen-energie.de

      19.05.11

      Die (schleichende) MODERNISIERUNG und AKZEPTANZ des GENOSSENSCHAFTSWESENS ...

      Als Prof. Kreibisch (Weltzukunftsrat) vor einiger Zeit in unserem Netzwerk referierte und Genossenschaften (sozusagen als strukturierte Kooperationen) in einem langfristigen, nachhaltig dynamischen Trend sah, ahnten die Teilnehmer noch nicht, wie Recht er behalten sollte.
      Sicherlich haben äußere Einflüsse dazu mehr beigetragen, als notwendig, drohte doch das Land von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch zu einem „genossenschaftlichen Entwicklungsland“ zu verschlafen….

      Hier soll es nicht um theoretische Ausführungen zum WARUM  und  WESHALB gehen, sondern soll am JETZT, den aktuellen faktischen Gegebenheiten angesetzt werden.

      Natürlich hat die Gründung von Energiegenossenschaften etwas mit aktuellen Ereignissen zur Atomsituation zu tun, aber das musste nicht automatisch zu einer Ansehensaufwertung von Genossenschaften führen, wäre auch in den bekannten Formen von „AG / GmbH & Co KG – Modellen“ gegangen.
      Diese jedoch hatten sich in der jüngsten Vergangenheit nicht gerade als stabile Wert-Bildner geoutet, sodass die Kombination von Neuer Energie und „Fondsstruktur“ nicht zur Akzeptanz zu „vertreiben“ war. Die Vertriebs-Systeme merkten das recht schnell, kannten den Grund, aber waren irgendwie ohne Lösung.
      Auch die „Genossenschafts-Traditionalisten“ schienen irgendwie befangen, denn diese neue Entwicklung schien nicht so recht konform zu gehen, mit dem, was Raiffeisen und Schulze-Delitzsch vor Jahrzehnten äußerten.
      Und doch, Raiffeisen und Schulze-Delitzsch stehen ganz und gar dieser neuen Entwicklung nicht so fremd gegenüber, wie man meinen könnte, sofern man bereit ist, sie in die JETZ-ZEIT zu stellen. „Alle für einen – einer für Alle“ -  kann auch im „Ich für mich – Wir für uns“ wiedererkannt werden, eine Formel, in der individuelles Interesse und Gemeinschaftsgeist zu einem Synergieeffekt „mutieren“.
      Nimm man moderne semantische Anleihen, so muss man erkennen, dass Begriffe wie SELBSTVERANTORTUNG oder TeamGeist wenig mit einem Menschenbild zu tun haben, das den Blick in Richtung „Opfer der Verhältnisse“ lenkt, sozusagen „betreutes Wirtschaften“ im Blick hat.
      Diejenigen, die zuerst Wirtschaft und Ethik miteinander verbanden, bedurften dieser „Dritt-Betreuung“ nur wenig, eine Veränderung, die manche Gruppen nur schwer nachvollziehen wollen.
      Banken, Versicherungen, Währung, etc., ehedem  verlässliche Größen für sichere Geldmehrung, mussten immer mehr passen, wer diese heute als „sicher“, „wertebewusst“ oder „effektiv“ tituliert, kann sich eines Schmunzelns gewiss sein.
      Geübte Institutionen büßen dramatisch an Glaubwürdigkeit ein,  das Ansehen der Politiker und Banker  in der Öffentlichkeit befindet sich im untersten Bereichen der beruflichen Anerkennungs-Skala, Bürger die Politik durch Wahlenthaltung schlicht ignorieren, das alles fügt sich in eine Richtung der vermehrten Selbstorganisation.
      Hinzu kommt, dass diese gesellschaftlichen Strukturen gewohnheitsmäßig als anonym und weit weg vom Einzelnen wahrgenommen werden – dies und noch einiges mehr signalisiert so etwas wie einen gesellschaftlichen Wertewandel in Richtung Kooperation („Was der Einzelne nicht allein vermag, dafür schafft oder bedient er sich fortan der Gruppe“).
      Zugegeben, das Genossenschaftswesen lebt neu auf in diesem Umfeld, das beinahe so etwas wie einen Paradigmenwechsel andeutet, in dem das „Wir machen das schon für euch oder dich“ abgelöst wird von einem „Wir wollen das, und dafür suchen wir das richtige Umfeld“ (was wir auch kontrollieren und beeinflussen können).
      Auch bei einer weiteren Ausdifferenzierung im Wertekontext der Gesellschaft, bieten kooperative Strukturen beste Antworten, sind bestens integrationsfähig.
      Die neuen Theoretiker einer solchen Entwicklung sind noch nicht zu erkennen, die zeitgemäßen „Raiffeisens“ nicht in Sicht….
      Das tut aber der Veränderung keinen Abbruch, denn hier ist  Wirklichkeit  schlicht und einfach das, „was wirkt“ (oder bewirkt).
      Wenn Fonds-Manager ernsthaft darüber nachdenken, Investments zukünftig – zumindest  a u c h – in Form von Genossenschaften darzustellen, dann ist dies mehr als nur ein Aufbruch in neue Zeiten….
      Was wäre das für ein Signal der Politik, in Deutschland das zu tun, was andere EU-Staaten längst getan haben: Genossenschaftliches und kooperatives Engagement gezielt zu fördern und damit nachhaltig zu stärken.
      Die Adepten der Marktwirtschaft sehen wieder, dass Markt (im wohlverstandenen Sinn des Wortes) möglich wird … Was würde Ludwig Erhard wohl dazu sagen, wenn er heute Friedrich Wilhelm Raiffeisen begegnen würde …
      Wir gehen wirklich spannenden Zeiten entgegen, Zeiten in denen die Mensch wieder in den Mittelpunkt kommen und nicht auf punktuelle Abstimmungen reduziert werden (Wahlen, etc.), sondern dabei sein können, wo sich etwas für sie Wichtiges ereignet…- z.B. beim schnellen Umbau vom Atom zu Beherrschbar, Nachhaltigkeit und zugleich auch noch preiswert …


      Vereinfacht ausgedrückt, waren Genossenschaft noch bis vor Kurzem als erfolgsorientierte Unternehmensformen so bedeutungslos, dass sie manche Kammer gar vergaß, überhaupt erst als Rechtsform für Existenzgründer vorzusehen und selbst Anwälte konnten es sich leisten, mit rechtlicher Inkompetenz zur „GENO“ zu brillieren …



      Man „quälte“ und mühte sich ab, Genossenschaften zumindest in sozialen Sektoren als „salonfähig“ einzustufen, denn die Begriffe GENOSSENSCHAFT und ERFOLG schienen nicht so recht in die Wirtschaftslandschaft zu passen.


      Das alles hat sich innerhalb von wenigen Jahren geradezu dramatisch schnell gewandelt, der Anstieg beim Verkauf der marktbeherrschenden Beck-Taschen-Texte „Genossenschaftsrecht“ eines großen deutschen Verlags ist mehr als nur ein Indiz.



      Dies alles hat offensichtlich auch etwas mit einer neuen Wertehaltung in Wirtschaft und Gesellschaft zu tun: Kooperieren ist „in“! - Transparenz macht Sinn und Einfluss darauf zu nehmen, was mit dem eingesetzten (Eigen-) Kapital geschieht, zeugt von mehr Sensibilität und Selbstverantwortungs-Bewusstsein der Bürger.