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24.02.21

Mehrwert bieten! - Nur so könnten die (genossenschaftlichen) Prüfungsverbände ihr "Prüfungsmonopol" retten.


 

Frage (Auszug)

Wir sind eine recht neue Genossenschaft und suchen Kontakt nach Frankreich, Spanien und Italien. Unsere Freunde in Frankreich möchten nun eine Genossenschaft in Deutschland gründen. Dabei wollen sie von uns beraten werden. In unseren Gesprächen haben wir erfahren, dass man in Frankreich z.B. nicht eine „Pflichtmitgliedschaft“ in einem Prüfverband eingehen muss. Wir haben nicht nur darüber gestaunt, sondern auch mitbekommen, dass in Frankreich viel mehr Lebendigkeit bereits bei der Gründung einer Genossenschaft besteht. Weil das bei uns in Deutschland alles immer komplizierter ist, wie anderswo, wird es zunächst keine Gründung der Franzosen in Deutschland geben. Nun, wir waren mit unserem Prüfungsverband nicht direkt unzufrieden, haben jedoch gemerkt, dass solche Prüfer sich kaum in den „Genossenschafts-Alltag“ hineinversetzen können. Sie „kleben“ förmlich an ihren Zahlen, aber echte Impulse haben wir bisher keine bekommen. Ein Mitglied unserer Genossenschaft ist Anwalt. Er hat uns erklärt, warum es in Deutschland überhaupt die (gesetzliche) Pflicht gibt, einem Prüfungsverband angehören zu müssen. Wir haben auch dazu unseren „Prüfer“ gefragt. Der hatte eine  – für ihn – einfach Auskunft: „Das ist halt so, weil es im Gesetz steht“. Diese Antwort hat uns irgendwie nachdenklich gemacht und wir haben intensiver recherchiert. Das Ergebnis war „desillusionierend“, das hat viel mit der Zeit des Faschismus zu tun. Wir würden jedem Genossenschaftler empfehlen, dazu mal die Bücher von Herrn Wilhelm Kaltenborn zu lesen (gern geben wir euch die Titel dazu. ..)

Was ist euere Meinung dazu und kennt Ihr Menschen, die positive Erfahrungen gemacht haben, die ein „Prüfungs-Monopol“ der Verbände rechtfertigen?

Wir werden in Kürze an einer europäischen Konferenz von Genossenschaften teilnehmen. Könnt Ihr uns bitte deshalb recht kurzfristig antworten?.

Uns ist auch unklar, warum es in Deutschland einen „EU-Sonderweg für Genossenschaften in Deutschland“ gibt und wann man das Genossenschaftsrecht endlich in Europa vereinheitlichen wird.

Gibt es eurer Sicht eine inhaltliche Rechtfertigung – und worin liegt die – dass man in Deutschland „zwangsweise“ einem Prüfungsverband angehören muss.

Gern hätten wir Literaturhinweise zu unseren Fragen, weil einige unserer Mitglieder überlegen, zu solchen genossenschaftlichen Themen „Bachelor- oder Master-Arbeiten zu schreiben. …

Wie ist die Stellung zu solchen Themen der „Genossenschafts-Institute“ in Deutschland. Wir haben gehört, dass diese Institute irgendwie von Außen „subventioniert“ werden, was nicht unbedingt auf „unbeeinflusste Forschung“ hindeutet. ….

FragestellerIn: Startup Genossenschaft im Bereich „Digitalisierung und Kommunikation“.

 

 Antwort (Auszug):

 

Allein euere Fragen ließen sich bereits zu einer „Bachelor-Arbeit“ ausbauen. …

Wir wollen versuchen, recht kurz zu bleiben, ohne das Wesentliche auszuklammern.

Wenn Ihr die Bücher von Herrn Kaltenborn bereits gelesen habt, brauchen wir darauf nicht weiter eingehen. Wir danken Herrn Kaltenborn für seine verdienstvolle Arbeit. Wir könnten es uns recht einfach machen, weil wir keine „historischen Altlasten“ kommunizieren müssen, unsere Verbandsorganisation ist erst in der „Neu-Zeit“ entstanden. ….

Lasst uns mit einer Frage beginnen:

Was könnte der Grund dafür sein, weshalb auch heute noch ein Relikt besteht, das in der Zeit des Nationalsozialismus seine besondere Bedeutung hatte:

·       Die immer noch ungewöhnlich intensive Staatskontrolle im Genossenschaftsbereich!

Aus Sicht der Staatsfunktion der NS-Zeit machte Kontrolle Sinn. …

Aber was ist der Sinn in der heutigen Zeit, wenn „Staatskontrolle“ nicht mehr im Vordergrund stünde?

Halten wir fest:

·       Vor 1934 gab es keine Staatskontrolle.

·       Erst die „Nazis“ führten sie ein.

·       Aber auch nach 1949 war man immer noch der Auffassung, eine „Staatskontrolle“ zu benötigen!

Wenn das nicht nachdenklich macht. …

Abstrakt könnte man fragen:

·       Was ist heute das Staats-Motiv, um Genossenschaften in einen staatlichen Kontroll-Prozess zu halten?

Und erweitert könnte man fragen:

·       Warum diese Staatskontrolle jetzt sogar ausgedehnt wird, statt darüber nachzudenken, sie sukzessive zu minimieren, gegebenenfalls ganz aufzugeben?

Ein Blick auf fast alle EU-Staaten (außer Österreich) zeigt, dass das geht und wie gut das funktioniert.

Irgendwie merkwürdig:

·       In Ländern mit „Staatskontrolle“ „dümpelt“ der „Genossenschafts-Bereich auf niedrigem Niveau, vor allem die Zuwachsraten sind niedrig

·       In Ländern ohne „Staatskontrolle“ boomt – sozusagen - der Genossenschaftsbereich, „Geno-starup“ ist „in“!

Nun, der „Staat“ in Deutschland wird darauf verweisen, dass es ja Genossenschafts- und Prüfungsverbände gibt, die als „Eingetragene Vereine“ sich quasi selbst organisieren.

Es scheint so, als wären heute „Prüfungsverbände“ in freier Regie der Vereins- bzw. Verbandsmitglieder. Sind sie aber nicht. Das Recht der Mitglieder eines Verbandes sich „selbst zu verwalten“ ist nicht unerheblich eingeschränkt.

Das beginnt bereits damit, dass das „Prüfungsrecht“ staatlich verliehen wird und natürlich auch „zurückgenommen“ werden kann.

Jede Genossenschaft in Deutschland muss – um in das Register eingetragen zu werden und somit als „eG“ firmieren zu können - einem „staatlich beaufsichtigten“ Verband angehören.

Gehört sie keinem Verband an, wird sie „ausgetragen“. Sie ist dann zwar noch immer eine Genosenschaft, aber hat keine Haftungsbegrenzung mehr. …

Die „Staatskontrolle“ der Verbände äußert sich vielfältig.

Landesbehörden entscheiden über die Zulassung von Prüfungsverbänden und überwachen deren Tätigkeit. Im Rahmen einer sog. Qualitätskontrolle „überwacht“ zusätzlich die Wirtschaftsprüferkammer und auch andere „Quasi-Staatliche“ Einrichtungen werden tätig, wie z.B. die Verbraucherberatung. Auch wenn sie alle irgendwie „gerechtfertigt“ erscheinen mögen, greifen sie doch letztlich nicht unerheblich in die genossenschaftliche Souveränität ein.

Ist das beabsichtigt oder eher „zufällig“?

Die Alternativen sind offenkundig und lauten:

·       Entweder man vertraut den Menschen, dass sie im Rahmen von Selbstorganisation ihre originären Themen selbstverantwortlich regeln können, so wie das Vereinsrecht es vorsieht.

·       Oder man unterstellt, dass Menschen (irgendwie) unmündig und unfähig sind, ihre Mitgliedschaften selbst mit Leben auszufüllen. In diesem Bild orientiert man eher auf „Überwachung und Kontrolle“; letztlich die Staatskontrolle …

Nun, Länder wie Deutschland und Österreich taten sich mit Selbstorganisation und Vertrauenskultur schon immer etwas schwerer. …

Der Hinweis zur EU-Harmonisierung ist interessant. Eigentlich hätte er aus Deutschland längst selbst kommen müssen.

Diese Frage wäre berechtigt:

·       Warum ist wirkliche Selbstorganisation und Selbstverwaltung nicht längst eine Forderung der deutschen und österreichischen Genossenschaft- und Prüfungsverbände?

Fürchtet man sich und wenn ja, warum und was befürchtet man?

Einer EU-Harmonisierung – damit einer Pflichtmitgliedschaft für Genossenschaften in Prüfungsverbänden, wird man in Deutschland nicht dauerhaft „entgehen“ können.

Aber man könnte den „Druck“ hin zu dieser Forderung intelligent minimieren, z.B. durch eine andere Verbände-Politik. …

Wer mit etwas mehr Intelligenz statt borniertem Verbands-Ego sich solche Entwicklungen anschaut, muss einfach erkennen, dass die Verbände sich irgendwie selbst daran zu beteiligen scheinen, den Druck in Richtung „EU-Harmonisierung“ zu forcieren.

Das zentrale Stichwort heißt:

„Mehrwert“!

 

Angenommen, Mitglieder in einem Prüfungsverband sind vollends zufrieden mit dem „Service-Angebot“ ihres Verbandes in Bezug auf die Kosten und die Leistungen.

·       Würden diese Mitglieder aus dem Verband austreten, wenn die Pflichtmitgliedschaft aufgehoben wäre?

Nein, natürlich nicht, weil anzunehmen ist, dass dieser – auf Genossenschaften spezialisierte Sachverstand (Service) - im „Preis-Leistungs-Verhältnis“ nirgendwo vorteilhafter wäre.

In einem Verband legen die Mitglieder die Gebühren selbst fest, bei privaten Organisationen (Wirtshaftsprüfer, etc.) gelten ungleich höhere Gebührensätze.

Die Frage ist angemessen, weshalb (Prüfungs-) Verbände überhaupt „Angst“ haben, wenn die Pflichtmitgliedschaft in Verbände – gemäß einer EU-Harmonisierung – beendet würde.

Das kann eigentlich nur dann der Fall sein:

·       Wenn Prüfungsverbände meinen, in einem offenen Wettbewerb nicht bestehen zu können.

Es sollte eigentlich nicht schwierig sein, das Leistungsangebot von „Spezialisten“, wie es die Verbände sind (bzw. sein sollten), bereits jetzt – zugunsten ihrer Mitglieder - zu optimieren. Das gilt besonders für den Bereich „Prüfen“.

Hier ist ganz sicher eine Diskussion notwendig, wie aus einer „Überprüfung“ von bereits vollendeten Geschäftsabläufen, eine zukunftsbezogene „Mehrwert-Prüfung“ entstehen könnte. Dazu ist sicherlich eine neue Sichtweise erforderlich, die über „Zahlen-Korrektness“ hinausgeht.

Die Frage muss gestellt werden, welche Bedeutung die Menschen in einer Genossenschaft bezüglich des Geschäftserfolgs einer Genossenschaft haben?

Aufgrund der (Verantwortungs- und Handlungs-) „Gemeinschaft der Teilhaber“ entsteht ein latentes Potential der „Überlegenheit“, das bisher noch nicht hinreichend zur Entfaltung gekommen ist.

Wir nennen das – verkürzt gesagt – die „Energie hinter den Zahlen“ zu erkennen.

Es fehlt derzeit bei den Verbänden zu erkennen, dass die traditionelle „Prüfer-Qualifikation“ um neue Beratungsfelder erweitert werden könnte. Ob das zu einer diesbezüglichen Kompetenzerweiterung des Prüfers führen sollte oder ob dies eher eigenständig personell zu ergänzen wäre, muss hier nicht abschließend beurteilt werden.

Sicher ist aber, dass der Aspekt „Prüfen“ und „Beraten“ (in Verbindung mit der förderwirtschaftlichen Grund-Erfordernis) eher gleichwertig zu sehen sind wird zu diskutieren sein. Und „Prüfungsberichte“ von Genossenschaften müssen sich erheblich von „Wirtschaftsprüfungs-Berichten“ unterscheiden. …

Wir würden den Verbänden raten, bereits jetzt ihr Leistungsangebot so zu gestalten, „als ob“ das bestehende „verbandliche Prüfungsmonopol“ bereits aufgehoben wäre. …

Derzeit haben – soweit wir es übersehen – weder wichtige Verbände - noch der Staat ein Interesse, das Thema „Prüfungspflicht“ und „Pflichmitgliedschaft“ in Prüfungsverbänden zu liberalisieren.

Die absolute Mehrheit der EU-Staaten hat keine „Pflichmitgliedschaft“ in staatlich kontrollierten Verbänden und es gibt von dort auch keine Nachrichten, dass das

problematisch wäre. Kein Land der EU ist bereit, sich auf eine Anpassung in Richtung Deutschland oder Österreich einzulassen.

Im Gegenteil, sie erkennen deutlich:

·       Pflichtmitgliedschaft scheint den Genossenschaftssektor eindeutig zu behindern!

Die Anzahl der Neugründungen und der Gesamtzahl der Genossenschaft (bezogen auf die Gesamt-Bevolkerung) spricht eine klare Sprache:

·       Deutschland und Österreich sind aufgefordert, endlich den Sonderweg zu beenden oder Nachweise vorzulegen, die diesen Sonderweg rechtfertigen!

Danke für euere Frage und viel Spaß beim Kooperieren!    

 

Bewusstseins-Wandel ist „Taktgeber“ für den „Kooperativen-Wandel“!

Genossenschaft-Online ist eine Fachgruppe des SmartCoop ForschungsInstituts (SCFI) im  Bundesverband MMW. Unsere Berater sind: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts-u. Prüfungsverband, IWMC QuantenInsitut Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation und  CoopGo Bund Freie Genossenschaften.

Wir behalten uns vor – ausschließlich zum Zwecke der besseren Lesbarkeit – Fragen geringfügig abzuändern.

Kontakt: gks@menschen-machen-wirtschaft.de  

 

20.11.20

Das System "Konkurrenz" schwächelt - Teil 1 -

 


Der Grund: Wichtige Legitimationen scheinen verloren zu gehen!   

Wenn wir die 3-D-Realität überschreiten, sozusagen mehr „quantenhaft“ denken und forschen, erkennen wir unschwer, wie sich eine andere Art von „Realität“ auftut. Als die Quantenphysiker – z.B. Albert Einstein – erstmals die „Spielregeln“ dieser „neuen Physik“  erkannten, brach für sie ein uraltes (3-D-)Weltbild förmlich zusammen. Was meinte wohl Einstein mit dem Ausruf:

·         „Nein, mein Gott soll nicht chaotisch sein!“.

Nun wir hatten und haben immer noch ein hierarchisches „Weltbild“, an dessen Spitze ein „Gott“ steht, der über allem „herrscht“ und dem wir uns irgendwie unterzuordnen haben. Wir haben ein „Bild“ von einem Mann mit weißem Bart, von Engeln umgeben, die wie „Menschen-Puppen“ aussehen. Dieser Mann scheint ein „System“ zu beherrschen, dem alle irgendwie dienen und wohlgefällig sein müssen. …

Und wer nicht den „Auswahlkriterien“ dieses „Herrn“ entspricht, wird sanktioniert, kommt letztlich sozusagen in die „Hölle“. …

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor, wenn wir uns mit Hierarchien in unserer (materiellen) Welt beschäftigen, z.B. der „Welt der Konkurrenz“?

Eigentlich sind irgendwie (fast) alle bisher bekannten politischen, religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme irgendwie ein „Abbild“ dieses (obrigkeitsgeprägten) „Konkurrenz-Hierarchie-Denkens“. Man kann es auch als „Kontroll-System“ bezeichnen, denn von unten nach oben wird die Abhängigkeits-Hierarchie konsequent gepflegt, sanktioniert  und legitimiert.

Das lässt die Frage naheliegen, ob:

·         Das „System Konkurrenz“ nicht viel tiefergehender – als bisher angenommen – die Menschheit im „Griff“ hatte bzw. noch hat.

Oder anders ausgedrückt:

·         Legitimiert oder „kreiert“ nicht sogar diese Art eines „Gottes-Bildes“ das „System Konkurrenz“?

Wird nicht vielleicht sogar – wenn auch meist eher unbewusst – dieser „Religions-Kontext“ sogar (gedanklich) quasi auf unser menschliches Leben übertragen?

Angenommen dem wäre so. Vieles könnte dafür sprechen. Müsste, so gesehen, nicht beinahe zwangsläufig - mit einem Wandel dieses „Gottes-Bildes“ -  auch ein „Kooperativer Wandel“ verbunden sein?

Damit würden wir bei einer Fragestellung angekommen sein, die in dieser Form bisher noch nicht gestellt wurde:

·         Ist unser „Gottes-Bild“ vielleicht (mit-)entscheidend dafür, ob wir – zumindest unbewusst - eine Gesellschaft erschaffen („spiegeln“), die nach „Konkurrenz-Regeln“ statt nach „Kooperations-Regeln“ funktioniert?  

Wenn dem so wäre, ist auch verständlicher, weshalb sich so hartnäckig über Jahrhunderte – fast unreflektiert und unwidersprochen - die (fixe) Idee in der Gesellschaft hält, dass Menschen in „Hierarchien“ und Konkurrenz zu leben hätten.

Es lohnt sich wirklich, diesen Gedanken – durchaus auch wissenschaftlich - zu untersuchen. …

Er könnte für alle Menschen, die heute immer mehr eine Sehnsucht nach Kooperation verspüren, jedoch um sich herum fast nichts anderes als „Konkurrenz“ erkennen, sozusagen zu einer Art „Wachrütteln“ führen.

Es geht möglicherweise nicht (nur) um Veränderung in Wirtschaft und Gesellschaft, es geht – wahrscheinlich zunächst – darum, sozusagen unser gesamtes „Existenz-Verständnis“, unser „Verständnis über die Gottes-Rolle“ zu überprüfen. …

Wer hätte gedacht, dass es Jahrzehnte bedurfte, um der Quantenphysik  (und darauf aufbauend anderer Bereiche) im traditionellen „Wissenschaftsbetrieb“ endlich Akzeptanz zu verschaffen. 

Wer sich ernsthaft – wenn auch nur bezogen auf einige grundlegende Aussagen – mit Quantenphysik beschäftigt, kann das bisherige „Gottes-Bild“ und damit das Legitimations-Prinzip „Gegeneinander“ (Konkurrenz) einfach nicht mehr aufrechterhalten. …

Wir bezeichnen oftmals unseren Körper – zu Recht – als das „Genialste Kooperations-System“. Jeder Mensch kann – bei sich selbst - erkennen, dass und wie Kooperation auch zwischen „Billionen Teilchen“ (Zellen) unglaublich effektiv und effizient funktioniert. … Das ist Quantenphysik in Aktion. …

Im Wissenschaftsbereich wird jedoch gemeinhin angenommen, dass z.B. ein Unternehmen oder ein Land mit wesentlich weniger „Teilchen“  nicht „kooperativ“ zu strukturieren sei und deshalb auch nicht effektiv funktionieren würde.

Selbst im „Genossenschaftsbereich“ – eigentlich ein „kooperatives Übungsfeld“, ist man bisher nicht wirklich überzeugt, dass „wahre Kooperation“ wirklich funktioniert. Auch hier bedarf es – so die geübte Praxis - (hierarchischer) „Leitungs-Gremien“, genannt „Vorstand-Aufsichtsrat-Generalversammlung“). …

Genossenschaften scheinen sich bisher nur selten zu „trauen“, wirklich   „kooperativ“ zu handeln, obgleich dafür bereits jetzt durchaus mehr Spielraum besteht. …

Zwischenergebnis:

Bisher ist in unserer Wirtschaft und Gesellschaft kaum zu erkennen, dass wahre Kooperation – auch nicht ansatzweise – irgendwo oder irgendwie konsequent „gewagt“, sprich ausprobiert, wird. …

Ein Grund dafür könnte sein, dass das „alte Gottesbild“ (Konkurrenz) tief verwurzelt in unserer Gesellschaft ist.

Wäre es deshalb nicht konsequent, zunächst näher dieses „Gottes-Bild“ und seine (Konkurrenz-)Reflexe auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft näher anzuschauen, bevor man beginnt, mit einer Art „kooperativem Aktionismus“  loszulegen?

Halten wir vorläufig fest:

·         Das „tradierte“ Gottes-Bild (Hierarchie und Konkurrenz) scheint „Leit-System“ für eine „Welt in Konkurrenz“ zu sein – auch wenn es nicht unbedingt so auszusehen scheint.

Legen wir mal die Annahme zugrunde, dass das (alte) „Gottes-Bild“, das Bild eines „Gottes der Hierarchie“ (also Konkurrenz), sich als falsch erweisen würde?

Ist Einstein deshalb so „unbequem“? Er hat  mit seiner „Quantenphysik“  zu einem Umdenken des „Gottes-Bildes“ beigetragen, sozusagen die „Türen in Richtung Kooperation“ weit aufgestoßen, für manche zu weit. …

Diese kurzen Hinweise sollten zunächst genügen, um zu zeigen, welche Kräfte sich – bewusst oder unbewusst - einem „Kooperativen Wandel“ entgegenstellen werden.

Aus dieser Sicht scheint es durchaus angemessen zu sagen, dass Einstein und seine „Quantenwelt“ viel „revolutionärer“ (und damit „gefährlicher“) war, als gesellschaftliche „Revolutionen“ bisher sein konnten. …

Verfolgen wir die Entwicklungen von „Revolutionen“, ist deutlich erkennbar, dass sich jede „Revolution“ stets sofort eine neue - wenn auch etwas anders legitimierte – Hierarchie aufbaute. Sie mögen zwar als „Sozialismus“ ,Kommunismus“, etc. dahergekommen sein, aber eine „Hierarchie“ (Unter- und Überordnung) hatten sie alle und setzen diese auch von Anfang an konsequent in Wirkung. …

Aus dieser Sicht waren auch Systeme, die „Staatswirtschaft“ statt „Wettbewerbswirtschaft“ präsentierten, letztlich stets „Quasi-Konkurrenz-Systeme“, auch wenn sie sicherlich nicht so verstanden werden wollten. …

Und dann kommt so ein Quantenphysiker daher, überschreitet das (alte) „3D-Weltbild“ (Bild der begrenzten Sinne) und bringt sozusagen alles bislang über „Gott“ „gedachte“ und „geglaubte“, kräftig durcheinander. Ganz nebenbei – und unbewusst - entzieht er damit dem „Konkurrenz-System“ das wohl wichtigste „Legitimations-Idol“:

·          Gott, als „Vorbild für Hierarchie“.

Wenn dieser „Gott“ also überhaupt kein „Chef“ wäre, auch keiner sein will? Solche Fragen waren vor Einstein „undenkbar“. Seine „Quantenverschränkung“ jedoch eröffnete quasi eine neue Sicht der Dinge:

·         Statt „Konkurrenz“, als „Datum“ zu setzen, konnte sich nunmehr der Ruf nach  (mehr) „Kooperation“ verstärken.

„Menschen mit Gott“ hört sich völlig anders an, wie „Menschen für Gott“.

 Vergeblich suchte Einstein nach „Hierarchien“. Er findet einfach keine, obwohl „Alles mit Allem“ – untrennbar -  in Verbindung steht, auf immer und ewig miteinander „verschränkt“ ist, auch über größte Entfernungen hinweg.  Und wo man „Chaos“ vermuten sollte, existiert nur „Harmonie“, verbunden mit einer unglaublichen Effizienz und Effektivität. Es scheint alles irgendwie – quasi wie von selbst - miteinander zu interagieren.

·         Diese „Quantenwelt“ kennt einfach keine „Konkurrenz“, nur „Kooperation“.

Man verdrängt gern den Gedanken, dass Einstein nicht die Funktionsweise unseres Planeten beschrieben hat, sozusagen die „Erd-Physik“ (3-D). Die „Gesetze der Quantenphysik“ wirken  „kosmisch-universal“. …

·         Kooperation und nicht „Konkurrenz“ ist demnach das „Grundgesetz“ des gesamten Universums?!

Heißt das auch:

·         Die Menschen stehen nicht in „Konkurrenz mit Gott“, sie „kooperieren mit Gott“ – und „Gott kooperiert mit den Menschen“?!

Dann könnte man auch sagen:

·         „Gott“ ist sozusagen der „Erfinder der Kooperation“

„Coop mit Gott“?!

Besser noch könnte man sagen:

·         „Gott“ ist der Erfinder der Kooperation (Coop). Unser Ursprung ist kooperativ.

·         Das gesamte Universum ist nur möglich, wenn es kooperiert!

 (PS: Wer den Begriff „Gott“ nicht mag, kann gern auch andere Begriffe, wie „Quelle“, „Ursprung“, „Alles was ist“ …  oder was auch immer nutzen. Wir bleiben hier beim Begriff „Gott“, um besser zu verdeutlichen, wie grundlegender es ist, als bisher angenommen, von einem „Kooperativen Wandel“ zu sprechen.

 Es wäre also durchaus berechtigt, den „Kooperativen Wandel“ als eine Art:

·         „Paradigmenwechsel“ im „Selbstverständnis der gesamten  Menschheit“ zu sehen?“

Ja, durchaus. So könnte man es wohl so  formulieren.

Wir haben das bisher so formuliert:

·         Der Bewusstseinswandel der Menschen ist der „Taktgeber“ für einen „Kooperativen Wandel“.

Man könnte es wohl auch so formulieren:

·         Je mehr sich die Menschen bewusst werden, dass sie mit dem „Ursprung“ kooperieren und dieser „Ursprung“ mit ihnen, umso schneller und tiefgreifender vollzieht sich der „Kooperative Wandel“, der eigentlich ein Bewusstseins-Wandel ist.

Und in Folge dieser Erkenntnis könnte man etwa folgende Entwicklung „prognostizieren:

·         Immer mehr Menschen treten bewusst aus ihrer bisherigen „Opfer-Rolle“ heraus und werden zu kooperativen (machtvollen) Gestaltern ihres Lebens.

Sie sind dann nicht mehr für „Gegeneinander-Spielchen“ - gleich ob in Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft - zu interessieren.

Die Junge Generation zeigt bereits deutlich, dass das geschieht und wie das geschieht.

Aber der „Widerstand“, diese Sicht zu akzeptieren, sollte nicht unterschätzt werden, denn es steht viel auf dem Spiel für die „Nutznießer der Konkurrenz“.

Solche Gedanken machen Religionen und Kirchen zweifellos Probleme, denn letztlich steht das alte „Gottesbild“ zur Disposition und damit ist ihr „Nutz-Wert“ für die Menschen geschmolzen und ihr „Kontroll-Wert“ sinkt.

Das hat natürlich gravierende Folgen für alle Bereiche unseres Lebens. Meinte man bisher, dass Fragen wie:

·         Ob und Wieviel Kooperation?

·         Oder doch lieber Konkurrenz?

·         Oder vielleicht Konkurrenz mit Kooperation verbinden?

Sinn machen könnten, scheint sich die „Waage“ deutlich in Richtung Kooperation (was sonst!) zu neigen, sobald man „Quantenwissenschaft“ nutzt und das tradierte „Gottes-Bild“ darin integriert . …

Dann gibt es auch keine „Misch-Funktionen“ mehr, denn es gibt keine Beweise, dass das „Universum“ nach dem „Konkurrenz-Prinzip“ überhaupt lebensfähig sein könnte.

Es gibt auch keine „Vermischung“, es gibt nur die Erkenntnis:

·         ALLES ist KOOPERATION

Nicht die „Kooperierer“ müssen – wie man bisher gern sagt – nachweisen, dass Kooperation funktioniert.

Vielmehr sind jetzt die Vertreter des „Konkurrenz-Prinzips“ gefordert, BEWEISE für ein Funktions-Prinzip „Konkurrenz“ zu erbringen.

 Es spricht vieles dafür, endlich dem Thema „Kooperations-Wissenschaft“ an Hochschulen und Universitäten „Forschungs-Raum“ zu gewähren. Wohl gemerkt, „Kooperations-Wissenschaft“, nicht (nur) „Kooperations-Wirtschaft“, denn es geht um das Ganze, die Grundlagen unserer Existenz.

Es könnte jetzt wirklich an der „Zeit“ sein, die „Regeln“ zu verändern:

·         Aus „Konkurrenz der Menschen“ wird „Kooperation der Menschen“.

·         Aus Gegeneinander wird Miteinander.

 Uns ist wohl bewusst:

·         Wer es wagt, dem „System Konkurrenz“ eine seiner vielleicht „höchsten bzw. stabilsten Legitimationsgrundlage“ „ins Wanken“ zu bringen, muss mit „Gegenwind“ rechnen. …

Es steht auch Erhebliches auf dem Spiel für die mächtigen „Gralshüter“ des „Systems Konkurrenz“. Bisher gelang es ihnen sogar - direkt oder indirekt - „Gott“ in den „Zeugenstand pro Konkurrenz“ zu rufen.

Dass die „Quantenphysik“ gefährlich werden konnte, ahnten die „Konkurrenzler“. Deshalb musste die Quantenphysik über Jahrzehnte ignoriert oder in Frage gestellt werden.

Jetzt ist die Zeit gekommen, „Quantenphysik“ und „Kooperation“ zu verbinden.

Der „Gott der Konkurrenz“ beginnt sich in einem „Gott der Kooperation“ zu wandeln. …

·         „Gemeinsam mit Gott“!

Wie werden das die „Kirchen“ sehen?

 Wir werden sicherlich zu diesem Thema weitere Fragen bekommen, auch kontroverse Stellungnahmen. Das ist erwünscht. Hier wollten wir lediglich beginnen, das Thema Konkurrenz vs. Kooperation etwas von seiner „Oberflächlichkeit“ zu befreien.        

Fragestellung: Studiengemeinschaft „Gesellschaft mit Zukunft“

Frage (Auszug): 

 Wir sehen die Lage (Umfeld) als beinahe hoffnungslos. Wir machen uns keine Illusionen über einen zeitnahen „Kooperativen Wandel“. Was macht euch so sicher, dass wir den noch zu Lebzeiten erfahren werden? …

(Hinweis: Wir veröffentlichen (siehe oben) einen Auszug unserer Antworten im Rahmen eines CoopMailCoachings),

     Coop-Q

Die „Kooperative Quote“ beeinflussen …

 

 

 

 „CoopInstitut – Die Wissenschaft des Kooperativen Wandels“ (CFI) c/o  IWMC QuantenInstitut - Internationale WissenschaftsCooperation für angewandte Quantenphysik - Kontakt:  info@quanteninstitut.de

Unsere Berater in Sachen Kooperation: SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) des MMWCoopGo Bundesverband der Cooperations- und Genossenschafts-Wirtschaft e.V.