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Hier entsteht - BAUSTEIN für BAUSTEIN - ein zukunftsweisendes Konzept einer Wirtschaft und Gesellschaft, das die Vielfalt von kooperativen Chancen darstellt. Wir laden Sie ein, aktiv mitzuwirken, durch Fragen oder Anregungen ...

WirKraft ist auf keine Rechtsform festgelegt. Von Interesse ist ein modernes WirKraft-Konzept besonders für Genossenschaften, Unternehmen, Vereine, Gemeinden, Stiftungen, Parteien, Kirchen/Religionsgemeinschaften ...
Bei der Entfaltung der WirKraft geht es um intelligente Kooperationen (SmartCoop).Unsere Wir-Kraft-Experten kommen aus unterschiedlichen Berater-Berufen, Hochschulen und Verbänden. Im Bereich Genossenschaften kooperiert der Bundeverband MMW mit dem DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband und dem CoopGo Bund Freier Genossenschaften
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Koordination: Gerd K. Schaumann
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12.12.16

Der Förderzweck - Ein ideales Instrument zur intelligenten Stärkung der Wirk-Kraft in einer Genossenschaft



Bereich:
QuantenManagement in Kooperationen
Ziel:
Erfolgreich mit den Instrumenten der QuantenPhysik 

Die Frage:

Genossenschaften sind die einzige Rechtsform, in der gesetzlich die „Förderung der Mitglieder“ festgeschrieben ist. Wie das näher aussehen soll hat, ist den Genossenschaften und ihren Mitgliedern überlassen. Schaut man sich allerdings viele Genossenschaften näher an, so stellt man überrascht fest:

a.   Der Förderzweck ist sehr allgemein und unverbindlich gehalten.
b.   Der Inhalt des Förderzwecks spricht – sofern er ihnen überhaupt wirklich bekannt ist – die Mitglieder kaum an. Man könnte sagen, „er reißt keinen vom Stuhl“. …
c.   Der Förderzweck ist sehr statisch. Die Mitglieder werden kaum ermuntert, an der Weiterentwicklung des Förderzwecks aktiv teilzunehmen.
d.   Genossenschaften sind eine Gruppe. Der Grundsatz: „Was der Einzelne nicht schafft, schafft die Gemeinschaft“, könnte doch eigentlich zu einer Menge an „Fördervorteilen“ führen, was aber kaum erfolgt.
e.   Kaum eine Genossenschaft hat eine Art Dokument ( „Richtlinie“), die den Förderzweck konkretisiert und auch den Mitgliedern Initiativen eröffnet, diesen Förderzweck weiter- und mit zu entwickeln …
f.    Auf den Generalversammlungen gibt es bisher keinen besonderen Tagesordnungspunkt, der etwa so heißt: „Bericht über den Stand der Mitgliederförderung“. Ich kenne keine Genossenschaft, die das macht, schon gar keine Bank-Genossenschaft …

Ich würde mich freuen, wenn – nachdem Genossenschaften gerade zum „Weltkulturerbe“ erklärt wurden – noch mehr „Aufschwung“ für Genossenschaftsgründungen erfolgen würden. Könnte nicht auch dazu ein moderner Förderzweck einen guten Beitrag leisten? …
Wie würde es aus Sicht des QuantenManagements aussehen? …
        
(FragestellerIn – Aufsichtsratsmitglied in einer Genossenschaft)

Die Antworten – Ein Auszug:

Dass Genossenschaften einen gesetzlichen Förderzweck für ihre Mitglieder haben, scheint bisher tatsächlich nur wenig im Bewusstsein von Gründern, Gremien und Mitgliedern verankert zu sein. Und so folgt, dass man sich – bei der Formulierung - mit recht oberflächlichen und allgemein gehaltenen Formulierungen zufrieden gibt.

Wir wollen hier nicht näher darauf eingehen, dass der Fragesteller wohl bei seinen Fragen vermutet, dass das Förder-Thema bei vielen Genossenschaften eher als so etwas wie eine „Pflicht“ i.S.v. gesetzlicher Verpflichtung gesehen wird, die man – eher nebenbei – zu erfüllen hat. Er könnte auch meinen, dass ein zu konkret aufgeführter „Förderzweck“ zu konkreten Nachfragen seitens der Mitglieder führen könnte, denen man lieber auf Seiten der Vorstände oder Aufsichtsräte ausweichen möchte.
Letztlich könnte der Fragesteller aber auch meinen, dass der Förderzweck durchaus für eine Genossenschaft zu mehr dienen könnte, wie nur als „Worthülse“ aufgeführt zu werden, weil es einfach (gesetzlich) geboten ist, wenn man eine Genossenschaft „betreibt“, statt eines Unternehmens in anderer Rechtsform, wie z.B. einer GmbH …

Nachfolgend wollen wir uns genau auf diese (mögliche) Sichtweisen konzentrieren, weil wir grundsätzlich annehmen, dass es beabsichtigt ist, mittels des Förderzwecks die Leistung und Attraktivität einer Genossenschaft zu stärken. …

Eine solche Sichtweise scheint in der Tat bisher bei Genossenschaften kaum thematisiert zu sein, denn sonst würde man mit diesem Thema „erfolgsbezogen“ umgehen, d.h. mehr (erfolgs-)wirtschaftlich und weniger rechtlich. …

Wir haben nachgefragt bei einigen Vorständen und Aufsichtsräten von Genossenschaften und waren erstaunt, wie „überrascht“ man auf einige der „normalsten“ Fragen im Genossenschaftsleben reagierte. Unsere Fragen lauteten – auszugweise - schlicht und einfach:

a.   Haben Sie Ihre Anteilseigner schon einmal befragt, wie zufrieden diese mit der bisherigen Förderung sind?
b.   Haben Sie schon einmal Ihre Anteilseigner aufgefordert, selbst Vorschläge zur Erweiterung/Verbesserung der Mitgliederförderung zu machen?  
c.   Ist Ihren Mitgliedern bekannt, dass sich der Förderzweck nicht darauf begrenzen muss, was die Satzung nennt, sondern jederzeit durch die Generalversammlung erweitert werden kann?
d.   Ist Ihnen bekannt, dass Sie mit der Entwicklung, Umsetzung oder Durchführung der Mitgliederförderung auch Dritte beauftragen können?
e.   Können Sie sich vorstellen, dass eine intensivere Kommunikation – auch, aber nicht nur zum Förderzweck - mit Ihren Mitgliedern, zu mehr Vorteilen für beide Seiten - also auch ihrer eigenen Genossenschaft - führen kann?  

Obgleich alle Fragen Ihre Bedeutung und Berechtigung haben, konzentrieren wir uns nachfolgend besonders die Frage e).

Warum?

Unter quantenphysikalischen Gesichtspunkten ist es bedeutsam, dass ein (positives) „Energie-Feld“ für eine Genossenschaft entsteht, was wir als „Quantenfeld“ bezeichnen. …

Vereinfacht ausgedrückt, geht es um Folgendes:

Gedanken sind nichts anderes, wie eine Energie-Form.
Gedanken, die wir aussenden, gehen nicht „verloren“, wie gemeinhin angenommen wird. Gleichsam Magneten, verbinden sich – gleichgelagerte – Gedanken und bilden eine Art „Quanten-Feld“. Das ist zwar nicht sichtbar, aber durchaus wahrnehmbar. Analog dazu gibt es für jeden Menschen auch eine Art persönliches „Feld“, was man als „Feld der Lebensenergie“ (kurz auch „Aura“ genannt)   bezeichnen könnte. Diese „Aura“ kann inzwischen auch fotografisch festgehalten werden, mittels der sog. Kirlian-Methode (wenn Sie sich dazu näher informieren möchten, können Sie „Kirlian-Fotografie“ bei Google „nachschlagen“).

So, wie die Gedanken und Empfindungen für einen Menschen dessen Lebens-Energie-Feld abbilden, verbinden sich die Gedanken und Empfindungen von einer Gruppe von Menschen zu einem (kooperativen) „Energiefeld“. …
Leicht nachvollziehbar, dass das „Gruppen-Feld“ einer Genossenschaft möglichst aus einer „vorteilhaften“ (Lebens-) Energie der Mitglieder bestehen sollte. …

Keine anderen Menschen, sind so (gedanklich) eng mit dem Aufbau eines positiven – aber auch negativen - Quantenfeldes einer Genossenschaft verbunden, wie die Mitglieder und Beschäftigten dieser Genossenschaft.
Natürlich spielen auch Kunden, Lieferanten oder andere Gruppen, die mit der Genossenschaft in Kontakt treten, eine gewisse Rolle, aber deren Gedanken – an und über die Genossenschaft – sind selten so intensiv und nachhaltig, wie die von Mitgliedern oder Beschäftigten. …

Exkurs:

Der „Beobachter-Effekt“ in der Quantenphysik zeigt auf, dass die kleinen Teilchen (Quanten) sich – seltsamer Weise – genau so bewegen, wie es den Gedanken des Beobachters entspricht. Experimente zeigen sogar recht deutlich, dass diese Teilchen über eine Art Intelligenz verfügen, denn sie reagieren sogar auf Gedanken-Prozesse, die der Beobachter (vor der Beobachtung) sozusagen vorab bereits definiert hatte.….

Dies übertragen auf unsere Situation heißt nichts anderes wie, Mitglieder bzw. Beschäftigte – nachhaltig positiv – zum erwünschten Denken über unsere Genossenschaft anzuregen. Tun sie das intensiv, baut sich sozusagen ein entsprechendes „Quantenfeld“ auf. Nennen wir dies „Quantenfeld“ vereinfacht gesagt, unser „Wir-Feld“. …

Gelingt es uns nun, dass unsere Mitglieder – öfters und positiv – intensiv an und über ihre Genossenschaft „denken“, bekommt ihre Genossenschaft also viel Aufmerksamkeit. Und es gilt der Grundsatz:

„Energie folgt der „Aufmerksamkeit“.

Wohin sich also unsere Aufmerksamkeit richtet, dahin fließt auch unsere Energie.

Stellen Sie sich nun folgende Situationen vor:

A.   Die Genossenschaft „X“ kommuniziert 1x pro Jahr mit ihren Mitgliedern, vielleicht versendet sie dazu die – meist recht „trockene“ - Einladung zur Generalversammlung.
B.   Die Genossenschaft „Y“ kommuniziert 4 bis 6x (oder noch öfter) pro Jahr mit ihren Mitgliedern und informiert dabei stets über neue, interessante Erweiterungen des Förderzwecks. 

Leicht einzusehen, welche der beiden Situationen zu mehr „Energie-Transfer“ in das „Quantenfeld“ einer Genossenschaft führt.

Vereinfacht gesagt:

·         Je mehr (positive) Aufmerksamkeit (und damit positive) Gedanken die Mitglieder ihrer Genossenschaft „schenken“, umso stärker wird das „Quantenfeld“ dieser Genossenschaft.

Folgerichtig, wäre das Management einer Genossenschaft gut beraten, öfters solche Situationen zu erzeugen.

Kein anderes Thema, wie der Förderzweck vermag dieses erwünschte Ergebnis zu erzeugen.

Keine andere Rechtsform, wie eine Genossenschaft, verfügt sogar über das gesetzliche Erfordernis, einen Förderzweck „ausweisen“ zu müssen.

Wer das als „Nachteil“ definiert, hat nicht begriffen, dass „Chancen-Denken“ (statt „Problem-Denken“) ein wirklich erfolgreiches Management ausmacht.

Statt also den „Förderzweck“ quasi zu „verdrängen“ oder eher ignorieren zu wollen, sollten intelligente Manager in Genossenschaften nach Lösungen suchen, den Förderzweck als Chance zu sehen. Diese Chancen beginnen dann z.B. wenn man beginnt intensiver mit den Mitgliedern zu kommunizieren. …

Denken Sie nur, welche Chance und welchen Vorteil ein Unternehmen hat, dem – qua Gesetz – eröffnet wird, in jeder sinnvollen Form, so oft wie notwendig, mit seinen Mitgliedern in Kontakt zu treten. …

(Wer sich im Thema „Verbraucherschutz“ auskennt, der weiß wovon wir reden. Denken Sie nur an die „Barriere“, wann ein Unternehmen einen Privatkunden anrufen darf …)

Lassen Sie uns über einige Erfahrungen berichten, die unser KooperationsPartner QuantInstitut in einem Seminar zum Thema „QuantenManagement im Mittelstand“ machte.

Als man dort quantenphysikalisch optimierte Methoden zur Erhöhung des Aufmerksamkeits-Potenzials behandelte, sprach man auch die Möglichkeiten an, wie sie der Förderzweck-Auftrag für eine Genossenschaft bereit hält. Nun, die überwiegende Zahl der Führungskräfte dieses Seminars kamen aus Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH. Für diese Menschen war so etwas wie „Förderung“ oder „Förderzweck“ natürlich fremd. Nachvollziehbar, denn eine GmbH hat meist nur wenige Anteilseigner.
Dennoch interessierte das Thema Förderzweck intensiv und es tauchte – fast einhellig - die spannende Frage auf:

·         Können wir bei einer GmbH auch einen Förderzweck einführen?

Dort hatte man die Chance längst begriffen. Und ein Seminar-Teilnehmer brachte es irgendwie auf den Punkt und fragte:

·         Was muss ich tun, um ein ebenso starkes „Privileg“ zu bekommen, wie es Genossenschaften in Form des Förderzwecks haben?

Schwierig, für eine GmbH, denn dort gibt es nur wenig Teilhaber. Aber auf die Mitarbeiter bezogen, ein interessanter Gedanke. …
Und dieser „pfiffige“ Manager erkundigte sich zugleich, was zu tun wäre, um zusätzlich auch eine Genossenschaft zu „managen“ …. Und die GmbH dann mit dieser zu „vernetzen“ …

„So geht Wirtschaft“ – wäre man versucht zu sagen, unter Anwendung eines bekannten Werbeslogans …

Und ein anderer Teilnehmer fragte nach, ob man einen solchen „Förderzweck“ auch mit Formulierungen ausfüllen könnte, wie z.B.

·         „Fördern von Freude, Harmonie, Wertschätzung und Gesundheit“

Die verblüffende Antwort auf das WARUM lautete:

·         Schauen Sie die Werbung von „MC Donalds“ an, dann wissen Sie, was ich meine.

(Weil wir nicht wissen, ob Sie sich bei „MC Donalds“ auskennen, dies zum Hintergrund: Die Unterzeile dort lautet …. „Wir lieben es“.)

Es lohnt sich über folgende Frage nachzudenken:

·         Was könnte MC Donalds veranlasst haben, so eine „ver-rückte“ Formulierung als zentrale Werbebotschaft zu kreieren?

Wer dieser „Spur“ nachgeht, wird wissen, dass es durchaus SINN machen könnte, auch im Förderzweck zu schreiben:

·         „Fördern von Freude, Harmonie, Wertschätzung und Gesundheit“

Und danach kommen natürlich noch die weiteren Themen, die den Förderzweck beschreiben.

Fazit:

Wer nach der Aufnahme von Genossenschaften in den Katalog „Weltkulturerbe“ glaubt, sich darin „sonnen“ zu können, hat vielleicht etwas missverstanden.
Wer jedoch erkennt, dass „Weltkulturerbe“ so etwas wie eine Herausforderung für ein Modernes Genossenschaften sein könnte, dürfte auch erkennen, dass es jetzt z.B. auch darum gehen sollte, in eine intensive „Förderzweck-Diskussion“ einzutreten, weil genau dieses Element dem Grundanliegen der „Väter des deutschen Genossenschaftsgedankens“ zentral innewohnte.

Zusammengefasst kann gesagt werden:

·         Wer (s)eine Genossenschaft - nachhaltig - erfolgreich führen bzw. managen möchte, kommt eigentlich an einer „Quantensicht“ nicht vorbei.
·         Dabei geht es darum, dass die Aufmerksamkeits-Energie der Teilhaber für den Aufbau eines starken „Quantenfeldes“ genutzt wird.
·         Ein Förderzweck, der fasziniert und ständig intelligent erweitert und mit den Mitgliedern kommuniziert wird, ist dafür quasi ein „Turbo“.
·         Wer das ignoriert, hat nicht nur eine Chance vertan, er oder sie muss das dann durch teure und aufwändige Werbeaktivitäten versuchen zu kompensieren.
·         Die Zellen und Organe unseres Körpers, ja die gesamte Natur zeigen, wie effektiv Kooperation und Förderung funktionieren.

So entstehen die „Wirkraft-Werke“, die Genossenschaften zu wahrer Stärke und Faszination und damit dem Grundgedanken von Kooperation zur raschen Ausbreitung verhelfen.     
                

QuantenManagement (QM) verstehen, heißt dem Erfolg „Flügel verleihen“. Gerade in Kooperationen ist dieses FührungsInstrument wertvoll wegen der potenziellen – zusätzlichen - WirKraft-Vorteile. Bei QM kooperiert MMW mit dem QuantInstitut Deutsche Forschungs Cooperation für angewandte QuantenPhysik.

Hinweis: Im Einverständnis mit den Fragestellern haben wir: a. die Fragen – sprachlich - geringfügig redaktionell überarbeitet, b.  Die veröffentlichten Antworten leicht gekürzt.  
Rückfragen bitte an: info@menschen-machen-wirtschaft.de richten.

22.11.15

Genossenschaft oder Fonds – Verständnis und Verständigung


Veranstaltungsreihe „Genossenschaft trifft Fonds“ des MMW Bundesverbandes Cooperationswirtschaft soll aufklären und Kompetenz zusammenführen.

In der Fondswirtschaft „verdaut“ man die Folgen zahlreicher Regulierungsmaßnahmen des Staates. Sicherlich waren zahlreiche staatliche Eingriffe im Interesse des Verbraucherschutzes gerechtfertigt, über die „Intensität“ und die Folgen wird weiterhin vehement gestritten. Zahlreiche Fonds-Strategen haben bei der Suche nach Alternativen längst nachvollzogen, dass Genossenschaften wahrscheinlich eine interessante Option sein könnten, längst nicht nur dazu dienend, um diesem „Druck“ auszuweichen.  „Heute in Fonds – Morgen in Genossenschaft?“ – eine solche Denkweise wäre jedoch wenig zielführend, sowohl für „Fonds-Strategen“, wie auch für wichtige Teile des Genossenschaftswesens. Denn das würde – zeitversetzt – den Verbraucherschutz erneut auf den Plan rufen. Eine Sichtweise „vertrauensbildender Verständigung“ entspricht dem Anliegen des MMW Bundesverbandes und seiner angeschlossenen Verbände. Spezielle Veranstaltungsreihen, sollen Vertreter beider Gruppen in einen regelmäßigen Diskurs bringen, um nachhaltig Vorteile für beiden Gruppen zu schaffen. MMW nennt das „Intelligente Cooperation“ (SmartCoop), weil beide Seiten – bewusst oder unbewusst – eine Allianz bilden, die entweder für beide Seiten Risiken oder für beide Seiten nachhaltige Chancen beinhalten.

Um den Diskurs zu erleichtern, besonders die speziellen Bedürfnisse und Anliegen der potenziellen „Neu-Genossenschaften und Neu-Initiatoren“ aus Fondsbereichen zu berücksichtigen wurde im MMW Bundesverband eine spezielle Fachgruppe „GrowthGeno“ eingerichtet. „Growth-Geno“ umschreibt, dass „Wachstum“ ein wesentliches Element ist, das diesen Genossenschaftsbereich kennzeichnet. Das bedeutet nicht – so für den MMW Bundesverband dessen Vorstand Gerd K. Schaumann -, dass andere Genossenschaften ohne „Wachstum“ sind. Wachstum bezieht sich besonders auf die Start- und erste Konsolidierungsphase solcher Genossenschaften, in denen die Bildung von Eigenkapital vorrangig ist, um geplante Investitionen realisieren zu können. Der Begriff „Wachstum“ bedeutet auch eine Andersartigkeit des Managements, denn es geht dort nicht – vorrangig - um Fachkenntnis bezogen auf Führung einer der bekannten Genossenschaftsarten, vielmehr sind „Querschnitts-Kompetenzen“ gefordert, die sich aus dem jeweils speziellen Förderzweck ergeben. Eine Agrargenossenschaft, Wohnungsbaugenossenschaft oder Energiegenossenschaft steht in enger Verbindung mit ihren (speziellen) Erfolgspotenzialen. Eine Wachstumsgenossenschaft benötigt jedoch eher ein Wissen über „Chancen-Potenziale“ allgemein. Die Führungs-Kompetenzen einer Wachstumsgenossenschaft sind eher finanzwirtschaftlich ausgerichtet, während das Management einer „Branchengenossenschaft“ besonders betriebswirtschaftliche und fachbezogene Elemente benötigt. Verkürzt könnte man sagen, dass Genossenschafts-Manager einen speziellen Markt kennen mussten, während genossenschaftliche „Wachstums-Manager“ eher „markt-indifferent“ ausgerichtet sind, die Wechselbereitschaft, sozusagen ein „Wandern zwischen den Märkten“ ihrem Management-Bild immanent sind.
Aber auch in einer weiteren Hinsicht hat eine „GrowthGeno“ eine „Spezialität“, wie Herr Haubold (Cooperative Consulting eG und Berater der Fachgruppe) erläuterte: In Genossenschaften gilt die gesetzliche Besonderheit der Verpflichtung zur Mitgliederförderung. Dieser Förderzweck ist jedoch nicht auf „Rendite“ (zuvörderst) ausgerichtet, sondern umfassender zu sehen.
Den Teilnehmer der MMW Auftakt-Konferenz „Fonds oder Genossenschaft?“ in Halle wurden dazu verschiedene Lösungsmodelle aufgezeigt. Da investierende Mitglieder den Förderzweck einer Genossenschaft eher nicht nutzen, könnte – eine von vielen anderen aufgezeigten Lösungsmöglichkeiten darin liegen, vorrangig „renditeorientierte“ Mitglieder im Staus eines investierenden Mitgliedes aufzunehmen.
Der Finanzmarkt-Experte Michael Oehme wies besonders darauf hin, dass das Kleinanlegerschutzgesetz eine „ertragsabhängige Vergütung“ (Provision) für Einwerben von Genossenschaftskapital ausschließt. Das dürfte viele „vertriebsorientierte“ Fonds-Strategen vor „unerwartete“ Probleme stellen. Oehme präsentierte – als beispielhaftes Lösungsmodell -eine verstärkte Ausrichtung auf „Online-Beziehungen“. Die Homepage mag ein Ausgangspunkt sein, die entscheidende Frage ist jedoch, wie werde ich überhaupt wahrgenommen, wie findet man ausgerechnet „mich“ oder „uns“. An einigen Beispielen erläuterte überzeugend Herr Oehme, wie wichtig auch eine professionelle, permanente Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist, ein Handlungssegment, das in dieser Form, sowohl bei Genossenschaften, wie auch bei Fonds, bisher relativ unberücksichtigt geblieben ist.
Herr Evertz (DEUS eG, Berater des Fachbeirates) stellte sein Konzept „Mit Zertifizierung überzeugen“ vor, das für Genossenschaften allgemein, für Growth-Geno im Besonderen von Bedeutung ist, weil damit eine verlässliche Grundlage für potenzielle Neumitglieder geschaffen wird. Das befristet erteilte Zertifikat (des zuständigen Prüfungsverbandes) berücksichtigt vor allem das Grundelement genossenschaftlichen Handels, die Mitgliederförderung.
Den Abschluss der Konferenz bildete ein Diskurs mit genossenschaftlichen Prüfungsverbänden aus dem Organisationsbereich des MMW Bundesverbandes. Hier sollte es vor allem darum gehen, die Prüfungsverbände in Stand zu setzen, verstärkt den Betreuungsaspekt in das Prüfungsgeschehen zu integrieren.
Das Resümee des MMW Vorstandes fasst Gerd K. Schaumann zusammen: Es hat sich gelohnt, frühzeitig aufeinander zuzugehen. Wir setzen auf Cooperation. Das ist am besten zu erreichen, wenn man miteinander direkt kommuniziert. Wir sind sicher, dass offene Worte und wechselseitiger Verständnisbereitschaft, wichtige Grundlage dafür sein, dass „GrowthGeno“ zu einem interessanten Genossenschafts-Element wird und wir freuen uns auf die Herausforderung, zum Gelingen beizutragen, Genossenschaften und Kapitalmarkt zu harmonisieren.
Dazu wird MMW weitere solcher Veranstaltungen anbieten. MMW ist dabei, sich als CoopPartner für „GrowthGeno“ anzubieten. Die notwendige Sach- und Fachkompetenz aufzubauen, wird dabei wesentlich vom MMW-Fachbeirat „GrowthGeno“ getragen werden, in dem bereits jetzt Genossenschafts-Manager und Fonds-Manager – als SmartCoop - eng zusammen wirken.    
Der Fachbeirat „GrowthGeno“ wird seine nächste Fachkonferenz am 27.11.2015 im Raum Dessau-Roßlau durchführen. Adressaten sind vor allem bestehende Genossenschaften, denn auch diese sind tendenziell „GrowthGeno“, oder repräsentieren zumindest einige der Elemente von GrowthGeno. Anmeldungen bitte an: info@menschen-machen-wirtschaft.de
  

08.10.15

Einladungen zu Generalversammlungen – Was ist zulässig, was ist sinnvoll?


Bereich:
Genossenschaften - allgemein
Perspektive:
Information und Kommunikation – Ein wichtiges Element von Coop


Frage:

In unserer Genossenschaft  gibt es wenig Informationen über die Arbeit in der Genossenschaft. Die Mitglieder erhalten noch nicht einmal eine Einladung zur Mitgliederversammlung. Und wenn man dort nachfragt, erhält man die Antwort, man hätte halt die Homepage der Genossenschaft lesen müssen. Ich habe dazu 3 Fragen:
1. Ist es rechtlich zulässig, die Mitglieder nur über eine Homepage einzuladen?
2. Wie wird das in anderen Genossenschaften gehandhabt?
3. Was könnte ich tun, dass sich das ändert? …  

 Anmerkung: Beim „SmartCoop“ wir geht es stets um eine „intelligente“ Cooperations-Lösung, um damit die WIR-KRAFT-POTENZIALE zur optimalen Wirksamkeit zu bringen.             
(FragestellerIn: Mitglied einer Energiegenossenschaft, 49)

Zunächst die „formal korrekte“ Antwort

Das Gesetz ist recht eindeutig:
„die Einberufung der Generalversammlung muss durch unmittelbare Benachrichtigung sämtlicher Mitglieder oder durch Bekanntmachung in einem öffentlichen Blatt erfolgen; das Gericht kann hiervon Ausnahmen zulassen. Die Bekanntmachung im Bundesanzeiger genügt nicht.“ (§ 6 Ziff.4 GenG)
Eine Anzeige – irgendwann an irgendeiner Stelle – in einem „öffentlichen Blatt“, wie z.B. die Frankfurter Allgemein Zeitung wäre demnach ausreichend.
Soweit zur Rechtmäßigkeit.
    
Die SmartCoop - Lösung

Ob die die „rechtliche Lösung“ jedoch ausreichend ist, um zu signalisieren, dass man mit den Mitgliedern wirklich zusammenarbeiten möchte, das wäre zu bezweifeln. So etwas wäre für SmartCoop zu wenig …

Wer eine Satzungsbestimmung in dieser Form wählt, scheint es mit einer engen Zusammenarbeit nicht sehr ernst zu nehmen oder kennt (noch) keine besseren bzw. sinnvolleren Lösungen.

Im Zeitalter des Internet hat fast jedes Mitglied eine Mail-Adresse und jede Genossenschaft verfügt über diese. Natürlich unterliegen solche Adressen einem stetige „Wandel“, was es mancher Genossenschaft nicht ganz einfach machen könnte, auf dem Laufenden zu bleiben.

Auch wenn manche Genossenschaft einwenden wird, dass man die Anzeige in einem „öffentlichem Blatt“ wähle, um nachweisen zu können, dass ordnungsgemäß eingeladen wurde, mag dies nur zum Teil zu überzeugen.
Es ist keinem Vorstand/Aufsichtsrat verwehrt – auch wenn die ‚Satzung dies (noch) nicht vorsieht – zusaätzlich per Mail zu informieren.

So etwas kann auch jederzeit in einer Geschäftsordnung geregelt werden oder es werden entsprechende Beschlüsse in den Gremien (Vorstand, Aufsichtsrat, Generalversammlung) gefasst.

Ein Hinweis:

Wer darauf Wert legt, „besser“ eingeladen zu werden, der sollte das zunächst – bei Vorstand und Aufsichsrat - beantragen.

Wer einer Genossenschaft beitreten will, aber mit der Art der Einladung unzufrieden ist, kann sich – vorab – bestätigen lassen, dass man ihn/sie z.B. zusätzlich per Mail einlädt. Erfolgt dies nicht, könnte das vielleicht eben nicht die „richtige“ Genossenschaft sein …

Es gibt andere Genossenschaften. Wir sind sicher, sie werden solche finden …
In jedem Falle sollten Mitglieder sich vor Beitritt in eine Genossenschaft genau ansehen, ob das geregelt ist, was sie für angemessen halten.

Das „SmartCoop“-Fazit

Wer die Erfolgs-Potenziale seiner Mitglieder erkannt hat, wird alles tun, um die Kommunikation mit den Mitgliedern ständig zu pflegen. Dazu ist ein Mail-Kontakt eine recht einfache und preisgünstige Variante.

Es lohnt sich, z.B. die Regelungen der WirMarkt eG anzuschauen: www.wir-markt.de

13.09.14

Wenn WERBUNG zum „Werbe-Lotto“ wird …


Thema: Kunden direkt – WirMarkt machts möglich  
Perspektive: Intelligent Wirtschaft machen 
Werkzeug: SmartCoop – Fragen, die nachdenklich machen wollen.
 

Die Frage:

Ich habe mich oft gefragt, was der eigentliche Sinn von Werbung ist.
Je mehr ich nachdenke, umso mehr wird mir deutlich, dass Werbung nur dort Sinn macht, wenn sie echte Informationen gibt.
Doch nur ganz wenig ist Information. Der ganze andere Rest heißt – verkürzt gesagt – „Kauf mich du brauchst mich“. ..
Wir sind inzwischen wohl schon so auf Werbung programmiert, dass wir sogar bereit sind – ohne nachzudenken - dieses Spiel teuer zu bezahlen. …
Wirtschaft müsste doch auch anders funktionieren können …   
(Fragesteller: 26, männlich, Volontär bei einer Zeitung )

Anmerkung: SmartCoop“ nennen wir – im VerbändeNetzwerk MMW Menschen Machen Wirtschaft e.V. – Ideen, Konzepte, Strukturen – die dem effizienten Prinzip der Natur folgen: Intelligent Vorteile für das Gesamte zu gestalten. Unser Körper ist dafür ein gutes Beispiel.  Übertragen auf Wirtschaft heißt dassinngemäß: Jeder Teilnehmer denkt und handelt so, dass sein Vorteil auch für den/die anderen ein Vorteil ist oder wird. Also: Mein Vorteil – Dein Vorteil – Gemeinsamer Vorteil. Kurzum SmartCoop ist stets WIN-WIN …            

Wir haben die SmartCoop-Antworten dem SmartCoop-Interessenten direkt übersandt.
Nachstehend veröffentlichen WIR deshalb lediglich dazu den KERN unserer Antworten in Kurzform – Sozusagen als Fragen zum Nachdenken ...

SmartCoop - Fragen die Frager nachdenklich machen wollen:

  • Könnte es sein, dass Werbung nur ein „Ersatz“ für die fehlende Koordinationsmöglichkeit  von Angebot und Nachfrage in der Marktwirtschaft ist?
  • Könnte es sein, dass der Bedarf für Werbung drastisch sinkt, wenn das Thema „Koordination“ zwischen Anbietern und Nachfragern gelöst ist?
  • Könnte es sein, dass Werbung das Koordinationsproblem nicht löst, aber gleichwohl enorme Kosten verursacht, und diese Kosten den Preis des Angebotes erheblich verteuern?
  • Könnte es sein, dass Werbung keinen bzw. kaum einen Beitrag zum WERT des Angebotes bietet?
  • Könnte es nicht Sinn machen, intelligentere Wege der Koordination von Angebot und Nachfrage zu haben?
  • Wäre es nicht z.B. intelligenter für Anbieter und Nachfrager, die Kosten von unwirksamer Werbung einfach fair unter sich aufteilen würden, statt einen Markt mitzufinanzieren, der inzwischen auf satte 80.000 Millionen(!) boomt, mit eher steigender Tendenz?
  • Könnte es nicht Zeit für Anbieter und Nachfrager sein, einmal etwas stehen zu bleiben, um über effektivere Formen der Koordination zwischen beiden nachzudenken?
  • Könnte SmartCoop das Problem mittels eines WirMarktes vielleicht dadurch lösen, dass Anbieter und Hersteller sich direkt kennenlernen?
  • Könnte ein SmartCoop nicht Sinn machen, der den WERT einer Ware oder Dienstleistung im Mittelpunkt sieht, statt einfach weiter nur „Werbe-Lotto“ zu spielen?
Wenn diese Fragen Sie neugierig gemacht haben, sollten Sie sich ernsthaft mit den Vorteilen einer Modernen Cooperationswirtschaft befassen. Wir informieren Sie gern über SmartCoop und WirMarkt.